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100 Jahre Säkularinstitut der Schönstätter Marienschwestern 
Am 1. Oktober 2026 feiert das Säkularinstitut der Schönstätter Marienschwestern
weltweit das Jubiläum zu seinem 100jährigen Bestehen.
Die Gemeinschaft zählt derzeit rund 1500 Mitglieder aus 42 Nationen, die in 32 Ländern auf allen Kontinenten leben und wirken.
In Deutschland leben derzeit etwa 550 Marienschwestern.
Das internationale Zentrum der Gemeinschaft befindet sich am Gründungsort Schönstatt/Vallendar.
Seit über 70 Jahren sind die Schönstätter Marienschwestern in Borken präsent.
Der Gründungsimpuls
Als sich wenige Jahre nach Entstehen der Schönstattbewegung zunehmend Frauen anschlossen, suchte der Gründer, Pater Josef Kentenich, hauptberufliche Mitarbeiterinnen. Sein Anliegen war „eine selbsttätige und selbstständige Frauenbewegung“, in der die Frauen „die Zügel selber in die Hand nehmen“. Eine Sicht, die zu dieser Zeit in der Kirche nicht üblich war. Aus diesem Impuls entstand die Gemeinschaft der Schönstätter Marienschwestern. 18 Frauen begannen am 1. Oktober 1926 diesen neuen Weg. In ihrer Berufung für Schönstatt als Laienbewegung wollten die Schwestern ein gottgeweihtes Leben führen ähnlich wie die Orden, aber im Lebensrhythmus und der Spiritualität der Laien. Dafür gab es in der damaligen Kirche noch keinen Raum. Rund 20 Jahre existierte die Gemeinschaft ohne kirchenrechtliche Absicherung, bis 1947 die Lebensform der „Säkularinstitute“ durch Papst Pius XII. anerkannt wurde. Die Schönstätter Marienschwestern sind das erste deutsche Säkularinstitut.
Wachstum und Internationale Ausbreitung
Trotz der großen Armut und unsicheren Zeitlage wuchs die Gemeinschaft sehr schnell. Schon zwei Wochen nach der Gründung entstand die erste Niederlassung außerhalb Schönstatts im Ruhrgebiet in Duisburg. 1928 zählte die Gemeinschaft bereits 110 Schwestern, ein Jahr später 179 Mitglieder in 25 Niederlassungen. Fünf Jahre nach ihrer Gründung – 1931 – waren die Marienschwestern bereits an etwa 40 Orten in Deutschland tätig.
Durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten sah sich die Leitung sehr früh gedrängt, junge Schwestern ins Ausland zu schicken. Schon 1933 wurde die erste Gruppe nach Südafrika ausgesandt, dann weitere nach Brasilien, Argentinien, Chile und Uruguay. Die Neuanfänge waren mit großen Risiken und Opfern verbunden, aber trugen Frucht: Die Gemeinschaft und durch sie die Schönstattbewegung breiteten sich international aus.
Einsatzgebiete
Schönstätter Marienschwestern arbeiten in den verschiedensten Berufen. Sie leben allein oder miteinander in kleinen Gemeinschaften, tragen je nach Beruf und Milieu ihr Schwesternkleid oder Zivilkleidung. Das Institut ist weltweit Träger verschiedener Schulen, Krankenhäuser und Sozialeinrichtungen. Besonderes Gewicht hat der Einsatz für Schönstatt. 80 Schönstattzentren mit der Gnadenkapelle sind in der Trägerschaft der Gemeinschaft. An vielen weiteren Schönstattzentren arbeiten Marienschwestern inspiratorisch. Viele dieser geistlichen Zentren wirken fruchtbar in die Ortskirchen hinein. In den verschiedenen Ländern arbeiten ca. 250 Marienschwestern hauptberuflich für die Schönstattbewegung, v.a. für die Jugend-, Frauen- und Familienbewegung und das Projekt Pilgerheiligtum, durch das Christus bis an die Peripherien der Gesellschaft getragen wird.
Hier in Borken und in der Umgebung ist die Gemeinschaft vor allem durch die Schönstätter Marienschule bekannt.
Bereits seit Mitte der 1950er Jahre waren auch Schwestern in der Familienpflege,
in der Bücherei und in der „Wandermütterschule“ tätig, später auch im Kindergarten, in der Seelsorge und in der Klinikpastoral.
Seit 1960 gibt es eine kleine Schönstattkapelle hier in Borken,
zu der viele Menschen mit ihren Anliegen und Sorgen kommen.
Sie zünden ein Licht an, suchen Stille und Ruhe,
nehmen an geistlichen Impulsen und Bildungsangeboten in der Schönstatt-Au teil
und lassen sich auch gern den selbstgebackenen Kuchen in der Cafeteria schmecken.
Die Gemeinschaft hat Grund zum Danken und zum Feiern.
Darum findet am Samstag, dem 15. August 2026, ein großes Jubiläumsfest
hier in Borken in und um die Schönstatt-Au statt.
Ab 11.00 Uhr sind alle eingeladen.
Ein vielfältiges Programm wird geboten mit Hausführung, Filmangebot über die Gemeinschaft,
klangvolle Begegnungsmomente in der Verkündigungskirche, DIY-Jubiläumskreationen
und Aktionswiese für Groß und Klein.
Auch kulinarisch gibt es verschiedene Angebote.
Um 14.30 gibt es eine Jubiläumsstunde in der Aula.
Höhepunkt ist um 16.00 Uhr der Festgottesdienst vor dem Haus bei der Schönstattkapelle.
Hauptzelebrant ist Weihbischof Winfried Theising, gemeinsam mit Priestern aus dem Pastoralen Raum und der Schönstattbewegung.
Musikalisch wird der Gottesdienst von einem eigens dafür gegründeten Projektchor und Instrumentalisten unter der Leitung von Stefan Lemanski begleitet.
Wir laden herzlich ein und freuen uns, wenn viele mit uns feiern und danken.
Verschiedene Beiträge zum Jubiläum der Gemeinschaft finden sich auf der internationalen Website des Institutes https://www.s-ms.org, sowie Informationen zur großen Jubiläumsfeier am 3. Oktober 2026 in Schönstatt/Vallendar.

