Neues

Was mache ich aus der Krise?

„Das muss erst mal sacken!“ meinte eine Frau beim Verabschieden. 110 Personen waren zur Buchvorstellung mit Schw. M. Doria Schlickmann am 6. Juni um 19:30 Uhr  in die Schönstatt-Au gekommen.

Wir haben immer zwei Möglichkeiten mit Krisen umzugehen. Entweder ich werde verbissen und für meine Umgebung zur Belastung oder ich wähle einen anderen Weg. Diesen anderen Weg ist Josef Kentenich gegangen. Wie, das zeigte Schw. M. Doria an zwei markanten Stellen aus ihrem Buch „Josef Kentenich - Ein Leben am Rande des Vulkans“,  auf: Wie erlebte Josef Kentenich die Jahre als 8-jähriger Junge im Waisenhaus in Oberhausen, und was hatten sie für eine Wirkung auf sein späteres Leben? Was ging in ihm in den vier Wochen Dunkelhaft im Gestapogefängnis in Koblenz vor, und warum verzweifelte er nicht? Im Kapitel „Gefangener der Gestapo“ heißt es dazu: „Die Nazis konnten ihm die äußere Freiheit nehmen, alles, sogar das Leben. Aber sie konnten ihm nicht diese innere Freiheit nehmen, Gott sein freies Ja zu schenken. Das machte ihn ihnen gegenüber überlegen. Obwohl sie alle äußere Macht über ihn hatten, hatte er die innere Macht zu unterscheiden, ob und wie all diese Beschränkungen bei ihm ankamen, auf ihn wirkten. Er war freier als sie.“ (S. 163)

Am Ende signierte die Autorin mit Liebe viele Bücher. Nicht nur mit einem Satz. Ganz stolz kommt Herr N. aus der Aula, hält sein signiertes Buch in die Höhe und meint: „Die Bettlektüre ist gesichert.“
 


Krisen als Chancen entdecken -
Am Beispiel des spannenden Lebens eines Unbeirrbaren

Schw. M. Doria Schlickmann, Autorin des Buches "Josen Kentenich - Ein Leben am Rande des Vulkans",
kommt am 6. Juni um 19:30 Uhr in die Schönstatt-Au

Pater Josef Kentenich (1885-1968) ist der Gründer der internationalen Schönstatt-Bewegung. Er führte ein dramatisches und abenteuerliches Leben, untrennbar verknüpft mit der Sendung, zu der er sich für eine neue Zeit, ihre Gesellschaft und Kirche berufen fühlte. Eine Sendung, die sich Kentenich nicht ausgesucht hatte, sondern die ihm zugedacht war, und für die er einen Weg zu bahnen suchte – nicht um geehrt zu werden, oder um es bequem zu haben, sondern weil er sich für diese Aufgabe von Gott beauftragt wusste.
Dabei hätte er schon am Familienleid seiner Kindheit zerbrechen, während seiner Studentenjahre wegen existenzieller Glaubenskämpfe verzweifeln, an seiner  Tuberkuloseerkrankung sterben oder in der Dunkelhaft des Gestapo-Gefängnisses wahnsinnig werden können. Aber Kentenich überstand die Jahre im Konzentrationslager Dachau und das langjährige Exil, das ihm von der Kirche auferlegt wurde. Sein Leben besaß etwas Faszinierendes, auch für solche, die nicht glauben. In
ihm leuchtet ein Hoffnungssignal auf mit der ermutigenden Botschaft: Leben kann gelingen und einen weiten Radius gewinnen, auch unter schwierigsten Bedingungen.

Diese bewegende, erzählende Biographie von Dorothea M. Schlickmann beruht auf ihrer langjährigen, ausgedehnten historischen und biographischen Forschung und enthält zahlreiche schwarz-weiß Aufnahmen und Zeittafeln.

Dorothea M. Schlickmann, geb. 1956, Schönstätter Marienschwester, Studium Germanistik, Geschichte und Erziehungswissenschaften, Promotion an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster mit einer Arbeit zur Pädagogik Pater Josef Kentenichs. Seit 1999 ist sie im Bereich pädagogischer, biographischer und historischer Forschung sowie als Autorin und Bildungsreferentin im gesellschaftlichen und kirchlichen Bereich tätig.
 

 


Abenteuer Ehe – wir trauen uns

Bericht vom Ehevorbereitungsseminar intensiv in Borken

Vom 21. März bis zum 30. April 2019 fand in der Schönstatt-Au Borken ein Ehevorbereitungskurs intensiv – sechs Abende in sechs Wochen - statt. Nicht nur die teilnehmenden Paare, auch das Team der Schönstatt-Familienbewegung der Diözese Münster hat diese Zeit als eine wertvolle Erfahrung erlebt.

Ein teilnehmendes Paar schickte uns diesen Bericht:

Zur Vorbereitung unseres Abenteuers Ehe haben wir im Frühjahr 2019 an einem liebevoll gestalteten Ehevorbereitungsseminar in der Schönstatt-Au in Borken teilgenommen. In diesem Seminar, das im Wochenrhythmus an sechs Abenden stattfand, wurden schwerpunktmäßig die wichtigsten Themen des Ehelebens beleuchtet. Dazu wurden wir am ersten Abend von Schwester M. Anke (Familienreferentin) mit den folgenden Worten begrüßt:

„Vor dem gemeinsamen ‚Ja‘ vor Gott zueinander haben Sie die Möglichkeit zu hinterfragen, ob es der richtige Partner an Ihrer Seite ist, mit dem Sie ihr Leben verbringen möchten. Nachdem dieses ‚Ja‘ gesprochen ist, ist diese Frage nicht mehr gültig. Danach gehören Sie zueinander und es ist Ihre gemeinsame Aufgabe, … das Leben miteinander zu meistern.“ (Aus der Erinnerung)

Und damit diese Aufgabe, das Abenteuer Ehe, bestmöglich gelingt, haben wir viele wertvolle Ratschläge und Anregungen bekommen, um die Leichtigkeit des Lebens genauso wie schwierigere Lebensabschnitte gleichermaßen miteinander zu meistern. Vor allem das Vertrauen darauf, dass wir nicht alleine vor dieser Aufgabe stehen, sondern mit Gott, dem Vater, stets jemand an unserer Seite haben, wurde durch das Seminar in vielfältiger Weise bestärkt.


Aber auch zahlreiche Tipps mitten aus dem Leben bereicherten diesen Kurs sehr. So erzählten mehrere Referentenpaare, die bereits viele Jahre Ehe miteinander leben, aus ihrer ganz persönlichen Sicht Erfahrungen zum Gelingen einer harmonischen, liebevollen Partnerschaft und einer glücklichen Familie.

Letztlich stand jedoch das Paargespräch im Zentrum des Seminars. Diesem wurde viel Zeit eingeräumt und dadurch ein angenehmer Rahmen geschaffen, um sich mit dem Partner intensiv über die Vorstellungen der zukünftigen Ehe auszutauschen.
Den Abschluss eines jeden Abends bildete ein gemeinsames Gebet in der Kapelle des Schönstatt Zentrums, dem Schönstatt-Heiligtum.
Begleitet wurde das gesamte Seminar von Schwester M. Anke und Ehepaar Andrea und Andreas Mergler, die mit viel Herzblut und Leidenschaft die Organisation übernommen haben.

Wir blicken zurück auf eine schöne, anregende Zeit, die uns persönlich sehr weitergeholfen hat und auch dazu beitragen konnte, uns nach jahrelanger Beziehung ein ganzes Stück näher kennenzulernen. Und dazu sind wir in diesem Kurs auf andere sehr nette junge Paare in einem ganz ähnlichen Lebensabschnitt gestoßen. Hier sind tolle Kontakte entstanden, die wir gerne über das Seminar hinaus aufrechterhalten wollen.
Wenn jemand beim Lesen dieses Berichtes bedauert, nicht selbst an einem solchen Seminar teilgenommen zu haben, so sei der Vollständigkeit halber noch gesagt, dass der Kurs auch offen ist für Paare, die bereits frisch verheiratet sind. Ein Paar des vergangenen Seminars war in dieser Situation und hat mit viel Freude teilgenommen.

Wir danken allen, die das Seminar mit ihrem großartigen Engagement möglich gemacht haben.                                  

Maria und Linus

 


Mehr Fotos zur Motorradsegnung
finden Sie hier: https://schoenstatt-au.de/aktuelles/fotoalbum/54

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Europas Seele brennt - Flammen eines neuen Anfangs

Feierliche Maieröffnung in der Schönstatt-Au

„War das ein frohmachender Abend!“ Den spontanen Eindruck eines Pilgers kann eine ebenso bewegte Frau nur bestätigen: „Das war ein richtiges Glaubensfest! Wie schön ist es, wenn man mit so vielen den Glauben feiern kann!“ So ist es in der Tat: die Feier am Vorabend des Marienmonates Mai wird mitten in den aktuellen Krisen von Kirche und Welt zu einer wahrhaft frohen Botschaft, zu einem Weckruf für einen neuen Anfang, zum Zeugnis einer lebendigen Glaubensgemeinschaft.
Als Weihbischof Lohmann mit Priestern, Diakon und einer großen Messdienerschar in die Kirche einzieht und die Feier eröffnet, ist ihm die Freude ins Gesicht geschrieben. Eine Freude, die offensichtlich überspringt und ansteckt; eine Ausstrahlung, die ein Klima bedrängender Zukunftsängste lautlos verändert und in eine Atmosphäre froh gelebten Christseins umwandeln kann. Und dabei hatte ein ganz anderer Abend, nämlich der des Schreckens wegen der brennenden Notre-Dame-Kathedrale in Paris, den Anstoß zur thematischen Gestaltung dieser Feier gegeben: Europas Seele brennt! Nicht nur das berühmte Bauwerk in der Hauptstadt Frankreichs, sondern die christliche Seele Europas ist ausgebrannt. In seiner zündenden Predigt macht Weihbischof Lohmann deutlich, dass Europa kein Zusammenschluss von wirtschaftlichen Gedanken ist, wo es ums Geld geht, um Einfluss, um Macht, um das zu halten, was einem wichtig geworden ist. Wer das so sehe, habe von Europa nichts verstanden. Für uns als Christen gelte, ein Europa im eigenen Herzen tragen und auf unsere Fahnen schreiben, wie es die zwölf goldenen Sterne auf der blauen Europaflagge zum Ausdruck bringen: als eine Gemeinschaft von christlichen Werten; als eine Gemeinschaft von Gläubigen, die sich wie die Apostel voll Sehnsucht und Vertrauen um Maria scharen und mit ihr beten um die Flammen des Hl. Geistes, um die Flammen eines neuen Anfangs für ein christliches Europa.

Dank gebührt dem Emmaus-Chor mit seinen Instrumentalisten unter der Leitung von Marlies Blicker und Stephan Lemanski an Orgel und Clavinova. Denn ihr mitreißendes Singen und Musizieren ist wie ein neues  Flammenzünden in den Herzen: Flammen der Glaubensfreude, Flammen der Liebe zu Jesus und Maria, Flammen der Begeisterung und Bereitschaft, mutig einzutreten für unsere Kirche im Hier und Jetzt.

Dass es an diesem Abend im Besonderen um eine christliche Zukunft Europas geht, macht Linus an der Spitze der Bannerträger unübersehbar deutlich. In seinen Händen hält er ein ganzes Bündel von kleinen Nationalfahnen der Länder Europas, gefolgt von der Europafahne und Schönstattbannern.
Bei der Lichterprozession zum Schönstattheiligtum sind sie ein sprechendes Zeichen für das miteinander Beten und Singen um eine gute Europawahl; um verantwortungsvolle Frauen und Männer, die das christliche Erbe Europas neu ans Licht heben und für eine zeitgemäße Politik auszuwerten suchen. 
Eine Gruppe des Borkener Blasorchesters mit Jörg Windbrake lässt es sich auch in deren Jubiläumsjahr nicht nehmen, die vertrauten Marienlieder zum Klingen zu bringen und so die Herzen anzurühren.

Eine Frau, nur für diesen Abend aus Münster angereist, schreibt: „Danke für die wunderbaren Texte bei der Prozession. Sie haben die Sehnsucht aller auf den Punkt gebracht: Maria, Königin Europas, zeige dass du Mutter bist, wo die Not am größten ist …“ Ja, unser aller Vertrauen gilt ihr, der Gottesmutter von Schönstatt, die inzwischen in über 80 Schönstattheiligtümern auf dem europäischen Kontinent Wohnung genommen hat und reichlich Gaben und Gnaden austeilt. Ihr wendet sich Weihbischof Lohmann zu, wenn er die Überzeugung ausspricht: „Du, Maria, rufst uns, die Menschen und Völker Europas neu zu entflammen mit dem Feuer der göttlichen Liebe, mit SEINEN Flammen, die reinigen und läutern, die Widergöttliches besiegen und die Herzen von innen her erneuern …“ Gerne und mit ganzem Herzen stellen wir uns der Maienkönigin für diesen Auftrag zur Verfügung: einen Neuaufbruch christlichen Lebens in Europa zu erbitten und im je konkreten Lebensraum kleine Schritte dahin zu gehen.

Als die Bläser das Te deum intonieren und die ganze Festversammlung darin einstimmt, mag es manchen ähnlich ergangen sein, wie es eine Frau beschreibt: „Ich möchte einfach Danke sagen für die wunderschöne Gestaltung gestern Abend. Mir hat der Maieinzug mit der schönen und ansprechenden Messgestaltung, mit dem Chor und mit der anschließenden Prozession einfach gut getan.“ Und von Gästen, die zurzeit aus den östlichen Bundesländern in der Schönstatt-Au weilen, kommt diese Reaktion: „So eine schöne Maieröffnung habe ich noch nie erlebt. Danke für diesen wunderbaren Abend!“ Gerne möchten wir diesen Dank ausdrücklich an alle weitergeben, die sich ehrenamtlich für die verschiedensten Dienste zur Verfügung gestellt haben, egal ob im Vordergrund oder im Hintergrund! Herzlichen Dank und ein aufrichtiges Vergelt´s Gott für jeden noch so kleinen Dienst! Möge alles fruchtbar werden für eine gute Europawahl und für eine christlich geprägte Zukunft Europas!
Schw. Mariett Heuking
Bildnachweis: Andreas Mäsing, Borken

 


 

Motorradsegnung 2019

Gedanken eines Bikers

Sie war einfach rundum gelungen: die 2. Motorradsegnung in der Schönstatt-Au. Doppelt so viele Biker wie 2018 nahmen daran teil. Wie einer von ihnen diesen Tag erlebt hat, beschreibt er selbst:
Meine Gedanken zur 2. Motorradsegnung
Ja, das war wirklich ein bewegendes Fest! Zuerst war es morgens noch ganz schön frisch, doch das hat Euch Bikerinnen und Biker nicht abgeschreckt! Aus allen Himmelsrichtungen seid Ihr gekommen, um "dabei" zu sein! Beim Kaffee...was für ein Hallo, „Du auch hier!“ So wurde der Platz vor dem Kapellchen regelrecht belagert mit den unterschiedlichsten Bikes, Trikes und Rollern. Wir haben gelacht und uns gefreut, einfach zusammen den Tag zu erleben! Bei den Worten von Schwester M. Hanna-Lucia und Burgkaplan Hanno haben wir wohl alle mit unseren Gedanken inne gehalten... Nach der Motorradsegnung mit einem kleinen Schutzengel für alle ging's am See um die Wurst! Viele flinke Hände haben für das leibliche Wohl gesorgt, und wir sind gestärkt zur Ausfahrt angetreten. Mit Fahnen und guten Wünschen wurden wir von den Schwestern auf unsere Reise losgeschickt! Bei tollem Wetter haben wir die Schönheiten des Münsterlandes erlebt und unsere Leidenschaft zu fahren ausgiebig genießen dürfen! Erfahrene Blocker haben uns sicher durch die Tour geleitet, allen voran unser Stutzi!Anschließend war bei Kaffee, Kuchen und Bratwurst Gelegenheit zur Nachlese und Manöverkritik! Mit guten Wünschen und Gedanken dauerte die Verabschiedung dann auch etwas länger...so sollte es auch sein! 
Bildnachweis: Ouss Fotograf (Ouss(a)web.de)


Mehr Impressionen von der Eröffnung des Maimonats
finden Sie hier: https://schoenstatt-au.de/aktuelles/fotoalbum/55
Bildnachweis: Andreas Mäsing, Borken

 

 


Das Ostergeschenk ist der Osterfriede. J. Kentenich

Wir Schönstätter Marienschwester wünschen Ihnen allen ein gesegnetes, frohes Osterfest!

 

 

 

 

 

 


„Gefährlich“ – Reinisch-Musical im Vennehof, Borken

Bildnachweis: Christiane Niermann
„Musical und ernste Themen wie Widerstand, Todesurteile und Hinrichtungen im Dritten Reich – geht das zusammen? Ja, das geht. Das zeigte das Musical ‚Gefährlich‘ über den Pallottiner-Pater Franz Reinisch von Texter und Komponist Wilfried Röhrig und Arrangeur Hans-Werner Scharnowski. Die Schönstatt-Bewegung Deutschland hatte am Samstagabend diese Aufführung in die vollbesetzte Stadthalle Vennehof und auf die Bühne gebracht – und fast 500 Zuschauer damit in ihren Bann gezogen“, so heißt es in der Borkener Zeitung am 1. April 2019.

Vorfreude, Spannung und übertroffene Erwartungen
Die Vorfreude in den Tagen vorher wächst bei den Verantwortlichen der Schönstatt-Bewegung in der Diözese Münster von Tag zu Tag. Ebenso steigt die Spannung, wie viele kommen werden. Wir sind dankbar für vielfache Unterstützungen für dieses Musical: gebackene Kuchen und geschmierte Brötchen für das Musical-Team für die Zeit der Proben, finanzielle Spenden und so manche Gebetsunterstützung, damit dieses Musical zu einem besonderen Erlebnis für viele wird.

Alle Erwartungen werden am Abend des 30. März weit übertroffen. Der große Saal der Stadthalle des Vennehofs Borken füllte sich mehr und mehr. Für viele Schönstätter aus der Diözese Münster und den Nachbardiözesen gibt es ein herzliches Wiedersehen. Darüber hinaus kommen viele, die das Thema interessiert.

Für Aufrichtigkeit und aufrechten Gang
Zu Beginn begrüßt Pfarrer Andreas Hagemann, Diözesanpräses der Schönstattfamilie Münster, alle Besucher. Er dankt dem Musical-Team, dass sie die Reise in den „hohen Norden“ gemacht haben. Sein besonderer Dank gilt Wilfried Röhrig, dem Autor und Komponist des Musicals. Auf Einladung Pfarrer Hagmanns berichtet Röhrig kurz über Idee und Entstehung dieses Musicals. Es sei „ein Appell an Aufrichtigkeit und aufrechten Gang für eine Welt mit Lebensrecht für alle.“ In Zeiten von Trump und AfD passe es besonders in die heutige Zeit, so Röhrig.

„Ich möchte Danke sagen für den gestrigen Abend, wir sind so reich beschenkt worden und froh, dass wir teilnehmen konnten.“ – so schreibt eine Frau, die mit mehreren Personen vom Niederrhein zum Reinisch-Musical nach Borken gekommen war.

„Da habe ich viel Stoff zum Nachdenken bekommen!“ - „Eine wunderbare Aufführung“ – „Die Darsteller haben so authentisch und echt gespielt – das war großartig“ – solche und ähnliche Aussagen nach dem Musical zeigen, wie beeindruckt die Zuschauer nach Hause gehen.
„Wir sind auf Sendung, sind auf Mission“

Ein besonderer Abschluss dieses Musical-Wochenendes in Borken ist die hl. Messe am Sonntagmorgen. Wilfried Röhrig und sein Musical-Team gestalten den Gottesdienst u.a. mit Liedern aus dem Musical. Pfarrer em. Franz Heister – selbst noch ganz beeindruckt und begeistert vom Reinisch-Musical – nennt in seiner Predigt weitere wertvolle Zeugnisse über das Leben von Franz Reinisch. „Wir sind auf Sendung, sind auf Mission“ – dieses Lied klingt in den Herzen vieler nun weiter.
Mehr Informationen

Musical-CD und Publikationen zum Musical:

Zum Musical gibt es
eine CD mit den 23 Liedern (Laufzeit 63 Min.)
eine Textausgabe
eine Notenausgabe
sowie unter dem Titel „Propheten sind gefährlich: Franz Reinisch“ ein Buch mit Unterrichtseinheiten für Schule, Jugend- und Erwachsenenbildung
Neu ist die Publikation Franz Reinisch Impuls- und Arbeitsbuch von Wilfried Röhrig

Das Musical mit der eindrücklichen Lebensgeschichte von Franz Reinisch kann eine Folie sein, auf der wir unser Leben lesen: Was ist das Besondere meines Lebensweges? Wie komme ich meiner Berufung auf die Spur? Wie sehr bewegen mich kirchliche und gesellschaftliche Fragen? Woraus schöpfe ich meine Kraft und Energie? Wie gehe ich mit meinen Grenzen um? Wie ernst nehme ich die Stimme meines Gewissens? Was bedeutet es, Jesus nachzufolgen? Wie überzeugend und authentisch lebe ich als Christ in der Welt von heute? Es ist geeignet für Gruppen, Unterricht, Gemeinde und die persönliche Lektüre.
Impuls- und Arbeitsbuch 12,00 € alles erhältlich bei:
www.rigma-shop.de


 


Für unser Wallfahrts- und Bildungszentrum Schönstatt-Au suchen wir ab sofort eine qualifizierte und engagierte
Hauswirtschaftliche Fachkraft (w/m)
in Teilzeit (30 Stunden) / Bereitschaft zu Wochenend- und Feiertagsdienst


Als Teamleiter/in im Bereich Service sind Sie zuständig für unsere Speisesäle, die Organisation und die berufsüblichen Tätigkeiten im Arbeitsgebiet Service. Wir erwarten von Ihnen idealerweise eine mehrjährige Berufserfahrung in vergleichbarer Position. Sie zeichnen sich aus durch eine selbstständige Arbeitsweise, Organisationsgeschick, Verantwortungsbewusstsein, Engagement und Kreativität. Sie haben Freude am Arbeiten und Führen im Team, ein gepflegtes Erscheinungsbild sowie gute Umgangsformen. Wir bieten Ihnen eine vielfältige Aufgabe in einem interessanten Arbeitsumfeld und freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Schönstatt-Au
Personalabteilung
Kapellenstraße 60
46325 Borken

 


„Es gibt einen Unterschied zwischen ‚existieren’ und ‚leben’!“

Ein Interview mit Wilfried Röhrig über sein neuestes Bühnenwerk: „GEFÄHRLICH. Franz Reinisch. Musical über einen Aufrechten“

Franz Reinisch hat als einziger katholischer Priester den Fahneneid auf Hitler verweigert. Dafür wurde er 1942 zum Tode verurteilt und durch das Fallbeil hingerichtet. Wie kamen Sie auf die Idee, aus diesem Stoff ein Musical zu machen?

Nach dem Kentenich-Musical „Auf dem Hochseil“ bekam ich eine Anfrage des Reinisch-Kenners Franz-Josef Tremer aus Würzburg. Seine Hartnäckigkeit hat den Stein ins Rollen gebracht. Er hat mich mehrfach angerufen, E-Mails geschickt und immer wieder betont, ich müsse unbedingt ein Musical über Franz Reinisch schreiben. Er hat mir einfach keine Ruhe gelassen, bis ich irgendwann gesagt habe: „O.k., ich werde mal reinschnuppern, ein paar Bücher und Artikel lesen und dir dann Bescheid geben.“ Es war für mich klar: Ich mache die Sache nur, wenn ich selbst davon überzeugt bin, dass ein solches Projekt jetzt angesagt ist. Es muss mich innerlich packen, sonst geht es nicht. Nachdem ich Feuer gefangen hatte, war klar: Das ist ein Thema, das ich auf die Bühne bringen muss. Dass es keine leichte Unterhaltung werden wird, war mir klar – aber auch ein „schwerer Stoff“ kann gute, anregende Unterhaltung sein.

Wie erzählen Sie die Geschichte? 

Ich wollte den Fokus nicht allein auf die Eidesverweigerung und den daraus resultierenden Tod legen. Die Botschaft kann ja nicht sein: „Ihr müsst alle euer Leben für den Glauben opfern!“ Sondern: Wie ist es mit Themen von Aufrichtigkeit? Konsequent seinen Weg gehen?
Vor dem Hintergrund habe ich nach einer spannenden Rahmenhandlung gesucht und gefunden: Nach dem Krieg kamen nämlich Ostern 1946 die Gebeine Reinischs von Brandenburg nach Schönstatt. Der Pallottinerpater Schwan war sozusagen in „besonderer Mission“ unterwegs. In seinem Rucksack wollte er die Urne Reinischs von Berlin über die Interzonengrenze in den Westen bringen. Bei seiner Reise traf er in Magdeburg einen Jugendlichen, der sich nach Hamburg durchschlagen wollte – im Musical ist es statt des Jugendlichen ein junges Paar. Die drei kommen auf die „gefährliche Fracht“ zu sprechen: die Asche des Franz Reinisch, der den Fahneneid auf Hitler verweigert hatte und deswegen am 21. August 1942 in Brandenburg wegen Wehrkraftzersetzung hingerichtet worden war. Während der abenteuerlichen Reise im Zug und auf nächtlicher Straße enthüllt sich in Erzählungen und Rückblenden, Stück für Stück, die spannende Lebensgeschichte dieses Franz Reinisch: Seine turbulente Jugendzeit in Innsbruck, die Suche nach seiner Berufung, die Priesterweihe, der Eintritt bei den Pallottinern, die Begegnung mit Schönstatt, sein Protest gegen die Naziherrschaft und das Mitläufertum, der sich zuspitzende Konflikt mit der Obrigkeit bis zu seiner Lebenshingabe.

Es ging Ihnen also vor allem darum, Franz Reinisch als Mensch zu zeigen?

Ja, es soll die ganze Geschichte erzählt werden: sein ungestümer Charakter, ein Draufgänger,  „Hinein ins Leben!“ Dann der Schock angesichts des Rotlichtmilieus in der Hafenstadt Kiel. Er wollte den Menschen Orientierung geben, das war sein innerer Antrieb Priester zu werden: Seelen für Christus gewinnen. Zugleich wird aber sein Ringen mit der eigenen Berufung erzählt, als er etwa im Noviziat das Rauchverbot und die strengen Regeln nicht aushielt und türmen wollte.

Sein Lebens verlief also gar nicht so geradlinig?

Nein, und er war auch ein schwieriger Charakter, hatte seine Ecken und Kanten und wurde öfter versetzt oder suchte nach kurzer Zeit neue Aufgaben. Und trotzdem war er ein moderner, authentischer, unbequemer Prophet, der sich nur Gott und seinem Gewissen verpflichtet fühlte. Wobei es mir wichtig war, Franz Reinisch nicht auf die Gewissensfrage zu reduzieren, sondern seine Lebensgeschichte möglichst authentisch „rüberzubringen“. Wie war er? Was hat ihn bewegt? Was hat ihn in seiner inneren Größe, aber auch mit seinen Grenzen und Schwachstellen ausgemacht? Wie hat sich alles entwickelt? Ich will Reinischs Leben möglichst authentisch auf die Bühne bringen und das als Anfrage verstanden wissen.

Welche Anfragen kamen bei der intensiven Beschäftigung mit diesem Menschen für Sie persönlich auf?

Genau das war meine durchgängige Perspektive: Was hat das mit mir zu tun? Was hat das mit uns zu tun? Das Musical soll ja nicht nur ein frommes Bühnenwerk sein: unterhaltsam, anspruchsvoll und durchdacht, vor allem eine „gefährliche Erinnerung“, ein Appell an Aufrichtigkeit und „aufrechten Gang“, für eine Welt mit Lebensrecht für alle.
Ich habe gemerkt: Da geht es nicht nur um eine interessante Lebensgeschichte von damals – „Es war einmal …“ –, nein, da geht es um mich, um uns! Die Lebensgeschichte von Franz Reinisch ist eine Folie, auf der ich mein Leben, auf der wir unser Leben lesen können. Die „Welt“ von Franz Reinisch und unsere „Welt“ begegnen sich.

Inwiefern? Wir leben ja in ganz anderen Zeiten. Was hat uns Ihrer Meinung nach Reinisch und seine Geschichte heute zu sagen?

Soweit ich Reinisch verstanden habe, hat er gesagt: „Das ist mein Weg.“ Er hat auch nicht andere kritisiert, die den Eid auf Hitler geleistet haben. Heute stehen wir vor anderen Herausforderungen, aber man kann aus seiner Haltung vieles lernen. Es gibt einen Unterschied zwischen „existieren“ und „leben“. Ich kann meine Existenz retten, aber ich kann mein Leben verlieren, wenn ich meine Überzeugungen über den Haufen werfe. Und wo ist der Punkt, wo ich mich selbst verrate? Auch in der heutigen Zeit: Wo bin ich bereit, faule Kompromisse einzugehen und ab wann fange ich an, doch Dinge beim Namen zu nennen? Formen der Beeinflussung und Populismus – wenn auch in anderer Form – gibt es heute auch. Die Methoden mögen sich unterscheiden, aber die Ziele sind die gleichen: Man versucht Menschen an der Nase herumzuführen und für irgendwelche Zwecke zu missbrauchen.
Aber das Musical beinhaltet noch mehr Anfragen. Etwa die Frage nach der Berufung. Was geht da innerlich vor? Das ist ein Gedanke, der für viele Leute in unserer Gesellschaft total weit weg ist. Es stellt auch die wichtige Frage, wie es sich überhaupt mit unserem Leben verhält. Sind wir Existentialisten und leben sozusagen „auf eigene Rechnung“? Oder gibt es einen Gott, und wenn er existiert, was hat er mit meinem Leben zu tun? Und gibt es dann so etwas wie eine Berufung? Das ist eine andere Perspektive: Nicht nur „säkular“ zu schauen, wo liegen meine Begabungen, sondern auch als gläubiger Mensch zu fragen: Was will Gott von mir? Was ist meine Antwort? Und woraus schöpfe ich die Kraft, meinen Weg zu gehen? Wie sensibel bin ich für meine innere Stimme, meine Seelenstimme? Welche Rolle spielt mein Gewissen? Wie steht es mit Freiheit und Selbstbestimmung? Was hat Glaube mit Politik und gesellschaftlichen Vorgängen und Entwicklungen zu tun? Wie ist es mit dem Gehorsam der weltlichen und kirchlichen Obrigkeit gegenüber? Was bedeuten „Nachfolge“, „Hingabe“, „Opfer“? Was ist unser Auftrag hier und heute?

Das Interview führte Fabian Wolf
Erschienen in: basis. Zeichen der Zeit deuten, 52, Jahrgang 2018, Heft 03 März,
Patris Verlag, Vallendar

Bildnachweis: Heinrich Brehm (Porträt Wilfried Röhrig), Bilder Musical: Timo Michael Keßler


Ein Abend nur für uns

MarriageWeek-Candlelight-Dinner in Borken und Münster

Maria Peitz. Bereits zum 11. Mal fand in der Diözese Münster im Rahmen der „Marriage-Week“ das Candlelight Dinner mit Mehrwert statt. In diesem Jahr wurde der Abend unter dem Thema: „Feuer und Flamme“ vom Team um Mechthild und Ulrich Wanschura, die die Impulse „servierten“, sowie Andrea und Andreas Mergler und Franz-Joseph und Maria Peitz vorbereitet und durchgeführt. Auch Schwester M. Anke Rechtien, Mitarbeiterin an der Zentrale der Schönstatt-Familienbewegung für die Diözese Münster, war an jedem Abend dabei.

Das Feuer der Liebe am Brennen halten

Insgesamt nahmen 42 Paare, von jung bis älter an drei Abenden am diesjährigen Candlelight Dinner mit Mehrwert teil: am Freitag und Samstag in der Schönstatt-Au in Borken 30 Paare und am Sonntag im Haus Mariengrund 12 Paare.
Schon beim Sektempfang wurde jedes Paar persönlich vom Team begrüßt und willkommen geheißen. Sie gaben zum Ausdruck, dass sie sich freuen, dass sie der Einladung gefolgt sind um in die eigene Beziehung zu investieren, ja um das Feuer Ihrer Liebe am Brennen zu halten.
Neue und alte Gesichter begrüßten sich erwartungsvoll im Foyer. Die Vorfreude auf den gemeinsamen, besonderen Abend war vielen Paaren anzumerken. Besonders bei den Paaren, die zum ersten Mal zu Gast waren, stieg die Spannung auf das was da kommt.
In Borken galt am Freitagabend ein besonderer Gruß einem Ehepaar in der Runde, das genau an diesem Tag den 40. Hochzeitstag, also die Rubinhochzeit feierte. Gleichzeitig war ein Geburtstagskind dabei, das in gemütlicher Atmosphäre den 50. feiern wollte. Das waren Gründe genug, gemeinsam mit einem Lied zu gratulieren: „Viel Glück und viel Segen ...“.

„Feuer und Flamme“

„Feuer und Flamme“: Was verbinden Sie mit diesen Worten? Welche Bilder tauchen in Ihrem Kopf auf? Ein prasselndes Lagerfeuer, draußen in der Natur? Ein knisternder Kamin, wohlige Wärme, Geborgenheit? Kerzenschein, romantische Stimmung? All das durften die Ehepaare an diesem Abend erleben, nachdem sie mit Ihrer Flamme an der Hand den Speisesaal betraten.
Dort nahm erst einmal jedes Paar seinen persönlichen Tisch unter die Lupe. „Die Flamme, die Kerze, die Karte, ja einfach alles auf das Thema abgestimmt, so eine begeisterte Teilnehmerin.“ Beim 1. Impuls, der mit der bekannten Bibelstelle der Emmausjünger anfing, wurde es inhaltlich konkret. „Erinnern Sie sich noch? Wie war es bei Ihnen? Wann brannte Ihnen das Herz? Kam Jesus hinzu und ging mit Ihnen?“
Gestärkt mit einer Suppe fragte sich jedes Paar beim 2. Impuls: „Sagen wir einander, was mich wärmt, was uns zum Leuchten bringt!“ Gerade, wenn wir uns ausgebrannt fühlen, stärkt es, wenn wir unserem Partner sagen: „Merci, dass es dich gibt!“

 

„Zusammen sind wir ein Feuer“

Nach dem Hauptgang kam mit dem Lied: „Zusammen sind wir ein Feuer“ Stimmung in den Saal und jedes Paar war gefragt, gemeinsam zu überlegen: „Wofür brennen wir? Was können wir teilen, was Gott uns an jedem Tag schenkt?“ Nicht nur das Inhalts-Team, sondern auch das Küchenpersonal stieg voll auf das Thema ein und entfachte eine Flamme beim Nachtisch. Nach dem Dessert ging es gemeinsam ins Schönstatt-Heiligtum des Zentrums, wo jedes Paar seine Beziehung noch einmal bewusst Gott ans Herz legen konnte.

Viele positive Echos

Bei der Verabschiedung konnte das Team viele positive Echos aufnehmen. „Schon, lange haben wir nicht mehr so intensiv und in aller Ruhe über unsere Beziehung gesprochen.“ „Da haben uns unsere Kinder aber etwas tolles geschenkt. Hier passt ja alles: die Dekoration, das Essen und die Anregungen zum Gespräch.“ „Ein dickes Danke an das ganze Team. Die wundervolle Hintergrundmusik während des Paargespräches, die guten Impulse und der ganze Rahmen, einfach toll.“ „Danke für die herzliche Atmosphäre von Anfang bis Ende. Bitte nennen Sie uns rechtzeitig den Termin für nächstes Jahr.“
So wie die Teilnehmer freut sich auch das Team über die gelungenen 3 Abende und ist im Kopf schon beim Candlelight Dinner 2020. Die ersten Ideen gibt es schon. Denn besonders in diesem Jahr als „Apostel“ gerufen zu sein und für Ehe und Familie sich zu engagieren, das ist Herzensanliegen des Teams.

 

 


Aufrechten Gang gibt es nicht zum Nulltarif

GEFÄHRLICH Franz Reinisch
Musical über einen Aufrechten
von Wilfried Röhrig

Am 30. März 2019 um 19:00 Uhr kommt in der Stadthalle Vennehof mit dem Musical „Gefährlich Franz Reinisch“, 2,5 Stunden, ein Stoff auf die Bühne, der aktueller denn je ist. Vor mehr als 75 Jahren starb Franz Reinisch auf dem Schafott, weil er den Fahneneid auf Hitler verweigerte. Ein Blick in unsere heutige Welt mit ihren populistischen, propagandistischen und nationalistischen Tendenzen zeigt die Aktualität dieses Musicals, welches nicht nur ein frommes Bühnenwerk, unterhaltsam, anspruchsvoll und bis in die Tiefen durchdacht ist, sondern zugleich eine „gefährliche Erinnerung“, ein Appell an Aufrichtigkeit und „aufrechten Gang“, für eine Welt mit Lebensrecht für alle. Bereits 2015 konnte das Musical „Auf dem Hochseil“, ebenfalls von Wilfried Röhrig, im Vennehof aufgeführt werden. In diesem neuen Musical bildet den Rahmen des Geschehens die wahre Begebenheit des heimlichen Transports der Asche Reinischs aus der sowjetisch besetzten Zone nach Schönstatt, den Ort, der Reinischs Spiritualität entscheidend prägte. Die große Stärke des Reinisch-Musicals zeigt sich in den musikalisch wie szenisch verdichteten 23 Liedern. Immer schwingt zwischen den Zeilen die Frage mit: Was hätte der Zuhörer an Reinischs Stelle getan?
Die Schönstatt-Bewegung der Diözese Münster freut sich, dieses Musical, zu dem 40 Akteure zählen, jetzt in den Nord-Westen Deutschlands holen zu können. Bereits an fünf anderen Orten wie z.B. Bad Kissingen, Hall in Tirol und Schönstatt wurde es aufgeführt.

Karten im Vorverkauf:
Religiöse Kunst und Buchhandlung, Kapellenstr. 60; 02861/923 280
Musikhaus Senft, 02861/2523
BZ Ticket Center, 02861/944110

Weitere Informationen unter: 02861/ 923 0

Bildnachweis: Timp Keßler

 


Mehr Fotos

zu den "10 Minuten an der Krippe" unter: https://schoenstatt-au.de/aktuelles/fotoalbum/51
Wir danken Maria Huvers, Borken und Andreas Mäsing, Borken ganz herzlich für die schönen Fotos!

 

 

 

 


"Da wo die Engel und Sterne sind ..."

Nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern von Bonn, Bochum, Duisburg oder Dinslaken  kamen die insgesamt 2741 großen und kleinen Krippenbesucher in die Schönstatt-Au, um vom 27. Dezember bis zum 6. Januar einfach noch einmal Weihnachten zu feiern. „Oma, gehen wir wieder dahin, wo die Engel und die Sterne sind?“ Mit diesem Satz kommt Frau L. ins Haus, während ihre Enkeltochter zielsicher Richtung Kirchentreppe steuert. „Wir sind zum dritten Mal in dieser Weihnachtszeit da“, sagt eine junge Mutter, die eine Freundin mitgebracht hat. Diese ist so begeistert, dass sie am Ende der Veranstaltung fragt, ob sie im nächsten Jahr mithelfen kann. Die Veranstaltung wäre nicht möglich ohne die vielen Menschen, die dazu beitragen, dass diese „10 Minuten“ für so viele ein echtes Weihnachtserlebnis werden. „Ich mach das so gerne“, meint Frau W., die an acht Tagen zum Helfen kommt.

Dass bei dieser Veranstaltung mehr passiert als ein bisschen Liedersingen und gemeinsam Beten, ist überall spürbar: Von der Frage eines Kindes, ob das Christkind da vorne nicht frieren würde, bis hin zur kleinen Maria, die liebevoll das Kind in der Krippe streichelt. „Das war heute eine Überraschung für die alten Menschen“, sagt ein Betreuer, der mit noch ein paar Bewohnern vom Seniorenzentrum Langenkamp einen Ausflug macht. Stellvertretend für viele soll das Echo von Frau R. stehen, die am Ende schrieb: „Dieses Weihnachtssingen hat nicht nur die Kinder, sondern auch mich stark beeindruckt. Ihr Schwestern macht damit ein tolles Apostolat. Es ist ja nicht nur das Singen, sondern auch die ganze religiöse Atmosphäre, die man spürt. Luisa ist stark beeindruckt, sie findet heute gar nicht in den Schlaf … Irgendwann hat sie sich eine kleine weiße Decke um den Kopf gewickelt, hat ihren Teddy in ein kleines Kissen gepackt, in den Arm genommen und so die Szene aus der Kirche nachgespielt. Es beschäftigt sie sehr, was sie heute erlebt hat. Danke für alles.“

 

 


„Da geht einem das Herz auf“

(Echo einer Besucherin nach der Veranstaltung der „10 Minuten an der Krippe“)

2741 große und kleine Besucher in 9 Tagen.
Wir danken allen Helfern, die durch ihre Mitwirkung die „10 Minuten an der Krippe“ ermöglichten.

Bildnachweis: Andreas Mäsing, Borken






 


Besinnung in Vollendung

Konzert "Zwischen den Jahren"

von Christa Niermann

BORKEN. Ein wundervoll emotionales, nachweihnachtliches Konzert haben mehr als 330 Zuhörer in der vollbesetzten Verkündigungskirche der Schönstatt-Au in Borken am Samstagabend erlebt. Für das besondere Weihnachtskonzert unter dem Titel „Zwischen den Jahren“ hatte Musikdirektor Robert Kemper bekannte und auch neue Weihnachtslieder ausgewählt.
Der Kammerchor „Collegium Canticum Borken“, eine Borkener Bläsergruppe (Einstudierung: Heiner Niehaves) sowie Thomas Weddeling (Solo-Trompete) und Kirchenmusiker Christian Bohn, der die Orgel spielte, gestalteten wie seit Jahren zuvor das Konzert. Meditative Texte bereicherten das vielfältige Programm.

Die 18 Sänger des Kammerchores begeisterten die Zuhörer stimmgewaltig und stilsicher. Da sprang der Funke auf die Gäste über und diese sangen beispielsweise bei den Weihnachtsliedern „Es ist ein Ros‘ entsprungen“, „Zu Bethlehem geboren“ und ganz besonders bei „Stille Nacht“ begeistert mit. Bei dem Stück „Der kleine Trommler“ wurde der Chor eindrucksvoll begleitet von dem 13-jährigen Gemener Musiker Tom Boldrick, der die Trommel spielte. Ebenso herausragend das Trompetensolo bei „Hark! The Herald Angels Sing“.

Einmal mehr bewies Robert Kemper sein großes Engagement und seine große Professionalität mit diesem außergewöhnlichen Konzert. Die schöne Kulisse in der Schönstatt-Au an diesem Abend gab dem weihnachtlichen Konzert eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre. Das faszinierte Publikum bedankte sich mit strahlenden Augen bei den Sängern und Musikern mit lang anhaltendem Applaus.

Bildnachweis: Christa Niermann

 


 

DIE Geschenkidee

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Nähere Informationen unter 02861/ 923 270 oder unter der Rubrik „Angebote“

Bildnachweis: www.pixabay.com

 

 

 


Abenteuer Ehe – wir trauen uns

Ein Angebot der Schönstatt-Familienbewegung

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Das Seminar ist eine 6-Wochen-Intensivzeit mit folgenden Elementen:
Ein Seminarabend pro Woche mit Vortrag (Tipps und Anregungen aus der Praxis), Paargespräch, Gebet
Die Tage zwischen den Treffen als Chance für jedes Paar, miteinander am Profil der zukünftigen Ehe zu arbeiten
Mehr Infos unter Rubrik "Angebote"

 


Die Krippe steht!

Weihnachten kann bald kommen. Wir danken unserem mittlerweile bewährten „Krippenaufbau-Team“ im Namen aller Krippenbesucher, vor allem der vielen Kinder.

 

 

 

 

 


Wir gratulieren

dem künftigen Bischof von Fulda, Dr. Michael Gerber, ganz herzlich!

Mehr Fotos unter: https://schoenstatt-au.de/aktuelles/fotogalerie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Es lohnt sich!
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GEFÄHRLICH Franz Reinisch
Musical über einen Aufrechten

von Wilfried Rörhig (mehr Infos unter "Angebote")
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Video- und Bilnachweis: Timo Michael Keßler

 

 

 

 

 

 


Das neue Jahresprogramm ist da!

Das neue Jahresprogramm der Schönstatt-Au sowie der Schönstatt-Bewegung Mädchen/Junge Frauen finden Sie unter:
https://schoenstatt-au.de/termine/jahreskalender

 

 

 

 

 

 


Die Biker-Freunde der Schönstatt-Au haben eingeladen

Eine Wiederholung wird es sicher geben

 

 

 

 

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Die Pilgeretappe Borken-Bocholt ist eröffnet!

 

 

 

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Dilexit ecclesiam – Er liebte die Kirche

Festliches Pontifikalamt zum 50. Todestag von Pater Josef Kentenich
Schönstatt-Au, Borken, 16. September 2018

Bericht von Schw. Mariett Heuking

„Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass und wie ein 50. Todestag gefeiert werden könnte“, meint Monika H. „Und dann habe ich ein so wunderschönes Fest erlebt, dass ich nur staunen und das alles noch gar nicht fassen kann…“ Was eine der ehrenamtlichen Helferinnen so zum Ausdruck bringt, ist die schier einhellige Resonanz der über 300 Personen, die zur Feier gekommen sind. Was sie erleben, ist das Eintauchen in die Gnade einer bewegenden Jubiläumsstunde:

Festliche Klänge von Trompete und Orgel begleiten Weihbischof Dr. Gerber mit den Konzelebranten, eine große Messdienerschar und die Banner der Schönstattbewegung beim Einzug in die Verkündigungskirche. Chor und Festgemeinde stimmen an, was in dieser Stunde die Herzen erfüllt: „Danket dem Herrn, der Großes getan …“

Ja, wir danken Gott für das Geschenk, das er unserer Zeit in Pater Kentenich, dem Gründer des internationalen Schönstattwerkes, bereitet hat. Dabei richtet sich der Blick auf die ermutigende Erfahrung seit 50 Jahren: Er lebt weiter, in einer neuen Weise. Er wirkt weiter, von der Ewigkeit her. An ihm bestätigt sich erneut, was der hl. Hieronymus sagt: Wer heimgeht zu Gott, bleibt in der Familie. Der Gründer Schönstatts ist heimgegangen in die Ewigkeit, und zugleich in einer neuen Weise bei seiner Schönstattfamilie geblieben.

In einer beeindruckenden Predigt greift Weihbischof Dr. Gerber das Wort auf, das Pater Kentenich selbst als Grabinschrift wählte: Dilexit ecclesiam – Er liebte die Kirche! Auch schmerzliche Prüfungen, die ihm um seiner Sendung willen auferlegt waren, konnten seine Liebe und Treue zur Kirche nicht schmälern. „Wo ist seine Gründung heute gefordert, ihn und sein Handeln zu vergegenwärtigen?“ fragt der Weihbischof und legt dar: „Pater Kentenich … fordert uns jetzt, heute heraus, das zu tun – was er Zeit seines Lebens hauptsächlich getan hat: (…) helfen, dass die Dynamik der Liebe zur zentralen Grundkraft menschlichen Denkens, Fühlens und Handelns wird.“ Lernen wir von ihm, im Anderen nie nur den Adressat von etwas zu sehen, sondern den Träger oder die Trägerin einer schon vorhandenen göttlichen Liebe. Lassen wir uns von Pater Kentenich anleiten zum wachen Beobachten, vorurteilsfreien Vergleichen „in einer Zeit, in der schnell über alles und jeden geurteilt wird“ …  Liebe, Ehrfurcht vor dem Geheimnis, vor dem „Mehr“, das der Andere immer für mich ist.  Aus dieser Haltung heraus hat Pater Kentenich gelebt bis in die Stunden seines Todes. Haben wir den Mut, uns in diesem Sinne auf seine Fährte zu begeben.
Bei den Fürbitten tragen Vertreter der regionalen Schönstattfamilie ein sprechendes Symbol zum Altar: ein Bild von der Gründerkapelle in der Anbetungskirche auf Berg Schönstatt; die Schrift: Dilexit ecclesiam; weiße Nelken und Lilien als Zeichen für den Blütenteppich an der Sterbestelle von P. Kentenich; eine Lichtampel; ein Buch, in das viele Menschen ihre Anliegen wie auch ihren Dank Pater Kentenich anvertrauen.

Der Projektchor, der sich kurzfristig und eigens zu diesem Festgottesdienst bilden konnte, vereint Sängerinnen aus verschiedenen Borkener Chören und einige Marienschwestern. „Der wunderbare Chorgesang“ - in Texten und Melodien ganz auf diesen Anlass zugeschnitten -  „geht zu Herzen und prägt die Festfeier wesentlich mit“, meint eine Frau. Und ihr Ehemann ergänzt: „Und Trompete und Orgel, meisterhaft gespielt – ein herrlicher Zusammenklang.“ So wird „die positive Ausstrahlung des Weihbischofs noch verstärkt und unterstützt durch all die festliche und zugleich frohe und frohmachende Atmosphäre rundum“, wie eine weitere Mitfeiernde zum Ausdruck bringt.

Vor dem Schlusssegen werden alle eingeladen, die originalgetreue Nachbildung des Sterbe- und Ruheortes von Pater Kentenich, unsere Gründerbegegnungsstätte, zu besuchen. Auch hier wird erfahrbar: Immer hat er ein offenes Ohr und ein weites Herz für alle, die zu ihm kommen, für alle, die seine Fürsprache erbitten. Wir danken ihm und sprechen das Gebet zum „Kentenich-Jahr“. Der Weihbischof segnet kleine Lichter, auf denen in verschiedenen Sprachen geschrieben steht: Ich gehe mit! Es ist die Zusage des Gründers, unseren Weg mitzugehen. Es ist zugleich unsere Bereitschaft, seine Sendung im Heute zu leben.
Nach dem feierlichen Schlusssegen münden  Freude und unser Dank ein in das große Te deum der Kirche: „Großer Gott, wir loben dich …“ Die Mitfeiernden folgen der Einladung zu einer Begegnung mit Pater Kentenich in der Gründergedächtnisstätte.

Während die einen noch in der Kirche verweilen, finden sich die anderen schon zum frohen Miteinander ein. Wie unserem Gründer herzliche Gastfreundschaft immer wichtig war, haben Mitglieder und Freunde der Schönstattfamilie aus dem Borkener und Bocholter Raum zusammen mit den Schwestern für alles gesorgt: gedeckte Tische, selbstgebackene Kuchen, Kaffee und Getränke nach Wunsch und nicht zuletzt liebevolle Bedienung an allen Ständen. Überall sieht man strahlende Gesichter, Staunen und dankbar-frohe Resonanz: Dass so viele gekommen sind … die schöne Gastfreundschaft … dass sich so viele ehrenamtlich engagieren … das „Bilderbuchwetter“ … die großartige Feier und Vieles mehr. „Wie? Das brauchen wir nicht zu bezahlen?“ staunt ein Familienvater, als seine Kinder ihm mit Kuchen entgegenkommen … Nein – an diesem Sonntagnachmittag, der in besonderer Weise dem Vater und Gründer der Schönstattfamilie gewidmet ist, sind alle seine Gäste, seine Familie – Cor unum in Patre! (Ein Herz im Vater)
Durch diese Erfahrung, so das Echo von Weihbischof Gerber nach seiner Heimkehr nach Freiburg,  sei auch „Familie des Vaters“ gewachsen. Auch uns allen bleibt nur, von ganzem Herzen zu danken: zumeist und zuerst Gott und der Gottesmutter und auch den vielen Helferinnen und Helfern, die „dieses wunderschöne Fest“ mitgestaltet haben.

Die Predigt von Weihbischof Dr. Michael Gerber ist auf Anfrage zu erhalten.
Mehr Bilder unter: https://schoenstatt-au.de/aktuelles/fotoalbum/47
Ein Dank an Klaus Unland (Medien in Form) für die Fotos.

 

 


 

Authentisches Christsein, das sich den Gegenwartsfragen stellt

Interview mit Weihbischof Dr. Michael Gerber

Aus Anlass des 50. Todestages von Pater Josef Kentenich, dem Gründer der internationalen Schönstattbewegung, wird Weihbischof Dr. Michael Gerber, Diözese Freiburg, am Sonntag, 16.09.2018 in der Schönstatt-Au Borken einen festlichen Gottesdienst feiern.
Die Schönstätter Marienschwestern sprachen mit Weihbischof Gerber über Pater Josef Kentenich.

Herr Weihbischof Gerber, seit Ihrer Jugend engagieren Sie sich in der Schönstattbewegung und gehören seit Ihrem Studium zur internationalen Priestergemeinschaft, Schönstatt-Institut Diözesanpriester. Sie selbst sind erst nach dem Todesjahr Pater Kentenichs geboren. Welche Bedeutung hat dieses Gedenken heute für Sie?

50 Jahre nach dem Tod von Pater Kentenich hat definitiv die Generation Verantwortung übernommen, die den Gründer nicht mehr persönlich erlebt hat. Zugleich sind wir zeitgeschichtlich in einer völlig anderen Epoche als noch 1968. Damit stellt sich neu die Frage, wie geht das Leben einer Bewegung authentisch weiter und wie ist zugleich das, was die Bewegung tut, tatsächlich ein relevanter Beitrag für Fragen der Gegenwart?

Wenn Sie an das Leben und Wirken des Gründers denken, wie hat es Sie geprägt und was ist der stärkste Eindruck für Sie?
Ich gehöre auch zu denen, die Pater Kentenich nicht mehr persönlich erlebt haben, aber mich beeindruckt die Wirkung dessen, was er angestoßen hat. So bin ich seit gut 35 Jahren in der Jugendarbeit der Schönstattbewegung engagiert. Mich fasziniert weiterhin, welche Persönlichkeiten in diesem Kontext heranreifen, die auch gegenwärtig sehr viel Verantwortung in Gesellschaft und Kirche übernehmen.

Welche Botschaft hat Ihrer Meinung nach die Person Pater Kentenichs für den Menschen in der Welt von heute?
Unsere Gesellschaft heute ist in einem bislang ungekannten Maße globalisiert. Menschen sind herausgefordert, immer wieder neu Entscheidungen zu treffen, sich mit unterschiedlichsten Weltanschauungen auseinander zu setzen, sich dazu zu positionieren. Als Kirche stehen wir vor der Herausforderung, authentische Wege des Christseins zu gehen, welche diese Gesellschaft und die durch sie geprägten Persönlichkeiten ernst nimmt. Pater Kentenich zeigt pädagogische und spirituelle Wege auf, wie Menschen zu eigenständigen, authentischen Persönlichkeiten werden, die selbstständig und selbsttätig (zwei typische Kentenich-Worte) Entscheidungen treffen.

Was erhoffen Sie sich vom Kentenich-Gedenkjahr für Kirche und Gesellschaft?
Pater Kentenich hat sich der jeweiligen gesellschaftlichen Realität gestellt. Bereits vor der „Machtergreifung“ 1933 hat er u.a. dem damaligen Bischof von Münster deutlich gesagt, dass es keine Zusammenarbeit mit dem Nationalsozialismus geben kann. Später hat er die Konfrontation nicht gescheut und diese mit jahrelanger Lagerhaft bezahlt. Er hat Menschen ermutigt, sich den  Gegenwartsfragen zu stellen, sich nicht zurück zu ziehen, sondern nach Antworten zu suchen, die der Komplexität dieser Fragen gerecht werden. Genau das braucht es heute, angesichts der großen Verunsicherung, die um sich greift. Pater Kentenich wusste sich bei diesen Herausforderungen getragen von einem tiefen Glauben.

Welches Wort Ihres Gründers würden Sie uns heute gerne mit auf unseren Weg geben?
Liebende sind Menschen, die niemals von