Neues

Das Ostergeschenk ist der Osterfriede. J. Kentenich

Wir Schönstätter Marienschwester wünschen Ihnen allen ein gesegnetes, frohes Osterfest!

 

 

 

 

 

 


„Gefährlich“ – Reinisch-Musical im Vennehof, Borken

Bildnachweis: Christiane Niermann
„Musical und ernste Themen wie Widerstand, Todesurteile und Hinrichtungen im Dritten Reich – geht das zusammen? Ja, das geht. Das zeigte das Musical ‚Gefährlich‘ über den Pallottiner-Pater Franz Reinisch von Texter und Komponist Wilfried Röhrig und Arrangeur Hans-Werner Scharnowski. Die Schönstatt-Bewegung Deutschland hatte am Samstagabend diese Aufführung in die vollbesetzte Stadthalle Vennehof und auf die Bühne gebracht – und fast 500 Zuschauer damit in ihren Bann gezogen“, so heißt es in der Borkener Zeitung am 1. April 2019.

Vorfreude, Spannung und übertroffene Erwartungen
Die Vorfreude in den Tagen vorher wächst bei den Verantwortlichen der Schönstatt-Bewegung in der Diözese Münster von Tag zu Tag. Ebenso steigt die Spannung, wie viele kommen werden. Wir sind dankbar für vielfache Unterstützungen für dieses Musical: gebackene Kuchen und geschmierte Brötchen für das Musical-Team für die Zeit der Proben, finanzielle Spenden und so manche Gebetsunterstützung, damit dieses Musical zu einem besonderen Erlebnis für viele wird.

Alle Erwartungen werden am Abend des 30. März weit übertroffen. Der große Saal der Stadthalle des Vennehofs Borken füllte sich mehr und mehr. Für viele Schönstätter aus der Diözese Münster und den Nachbardiözesen gibt es ein herzliches Wiedersehen. Darüber hinaus kommen viele, die das Thema interessiert.

Für Aufrichtigkeit und aufrechten Gang
Zu Beginn begrüßt Pfarrer Andreas Hagemann, Diözesanpräses der Schönstattfamilie Münster, alle Besucher. Er dankt dem Musical-Team, dass sie die Reise in den „hohen Norden“ gemacht haben. Sein besonderer Dank gilt Wilfried Röhrig, dem Autor und Komponist des Musicals. Auf Einladung Pfarrer Hagmanns berichtet Röhrig kurz über Idee und Entstehung dieses Musicals. Es sei „ein Appell an Aufrichtigkeit und aufrechten Gang für eine Welt mit Lebensrecht für alle.“ In Zeiten von Trump und AfD passe es besonders in die heutige Zeit, so Röhrig.

„Ich möchte Danke sagen für den gestrigen Abend, wir sind so reich beschenkt worden und froh, dass wir teilnehmen konnten.“ – so schreibt eine Frau, die mit mehreren Personen vom Niederrhein zum Reinisch-Musical nach Borken gekommen war.

„Da habe ich viel Stoff zum Nachdenken bekommen!“ - „Eine wunderbare Aufführung“ – „Die Darsteller haben so authentisch und echt gespielt – das war großartig“ – solche und ähnliche Aussagen nach dem Musical zeigen, wie beeindruckt die Zuschauer nach Hause gehen.
„Wir sind auf Sendung, sind auf Mission“

Ein besonderer Abschluss dieses Musical-Wochenendes in Borken ist die hl. Messe am Sonntagmorgen. Wilfried Röhrig und sein Musical-Team gestalten den Gottesdienst u.a. mit Liedern aus dem Musical. Pfarrer em. Franz Heister – selbst noch ganz beeindruckt und begeistert vom Reinisch-Musical – nennt in seiner Predigt weitere wertvolle Zeugnisse über das Leben von Franz Reinisch. „Wir sind auf Sendung, sind auf Mission“ – dieses Lied klingt in den Herzen vieler nun weiter.
Mehr Informationen

Musical-CD und Publikationen zum Musical:

Zum Musical gibt es
eine CD mit den 23 Liedern (Laufzeit 63 Min.)
eine Textausgabe
eine Notenausgabe
sowie unter dem Titel „Propheten sind gefährlich: Franz Reinisch“ ein Buch mit Unterrichtseinheiten für Schule, Jugend- und Erwachsenenbildung
Neu ist die Publikation Franz Reinisch Impuls- und Arbeitsbuch von Wilfried Röhrig

Das Musical mit der eindrücklichen Lebensgeschichte von Franz Reinisch kann eine Folie sein, auf der wir unser Leben lesen: Was ist das Besondere meines Lebensweges? Wie komme ich meiner Berufung auf die Spur? Wie sehr bewegen mich kirchliche und gesellschaftliche Fragen? Woraus schöpfe ich meine Kraft und Energie? Wie gehe ich mit meinen Grenzen um? Wie ernst nehme ich die Stimme meines Gewissens? Was bedeutet es, Jesus nachzufolgen? Wie überzeugend und authentisch lebe ich als Christ in der Welt von heute? Es ist geeignet für Gruppen, Unterricht, Gemeinde und die persönliche Lektüre.
Impuls- und Arbeitsbuch 12,00 € alles erhältlich bei:
www.rigma-shop.de


 


Für unser Wallfahrts- und Bildungszentrum Schönstatt-Au suchen wir ab sofort eine qualifizierte und engagierte
Hauswirtschaftliche Fachkraft (w/m)
in Teilzeit (30 Stunden) / Bereitschaft zu Wochenend- und Feiertagsdienst


Als Teamleiter/in im Bereich Service sind Sie zuständig für unsere Speisesäle, die Organisation und die berufsüblichen Tätigkeiten im Arbeitsgebiet Service. Wir erwarten von Ihnen idealerweise eine mehrjährige Berufserfahrung in vergleichbarer Position. Sie zeichnen sich aus durch eine selbstständige Arbeitsweise, Organisationsgeschick, Verantwortungsbewusstsein, Engagement und Kreativität. Sie haben Freude am Arbeiten und Führen im Team, ein gepflegtes Erscheinungsbild sowie gute Umgangsformen. Wir bieten Ihnen eine vielfältige Aufgabe in einem interessanten Arbeitsumfeld und freuen uns auf Ihre Bewerbung.

Schönstatt-Au
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46325 Borken

 


„Es gibt einen Unterschied zwischen ‚existieren’ und ‚leben’!“

Ein Interview mit Wilfried Röhrig über sein neuestes Bühnenwerk: „GEFÄHRLICH. Franz Reinisch. Musical über einen Aufrechten“

Franz Reinisch hat als einziger katholischer Priester den Fahneneid auf Hitler verweigert. Dafür wurde er 1942 zum Tode verurteilt und durch das Fallbeil hingerichtet. Wie kamen Sie auf die Idee, aus diesem Stoff ein Musical zu machen?

Nach dem Kentenich-Musical „Auf dem Hochseil“ bekam ich eine Anfrage des Reinisch-Kenners Franz-Josef Tremer aus Würzburg. Seine Hartnäckigkeit hat den Stein ins Rollen gebracht. Er hat mich mehrfach angerufen, E-Mails geschickt und immer wieder betont, ich müsse unbedingt ein Musical über Franz Reinisch schreiben. Er hat mir einfach keine Ruhe gelassen, bis ich irgendwann gesagt habe: „O.k., ich werde mal reinschnuppern, ein paar Bücher und Artikel lesen und dir dann Bescheid geben.“ Es war für mich klar: Ich mache die Sache nur, wenn ich selbst davon überzeugt bin, dass ein solches Projekt jetzt angesagt ist. Es muss mich innerlich packen, sonst geht es nicht. Nachdem ich Feuer gefangen hatte, war klar: Das ist ein Thema, das ich auf die Bühne bringen muss. Dass es keine leichte Unterhaltung werden wird, war mir klar – aber auch ein „schwerer Stoff“ kann gute, anregende Unterhaltung sein.

Wie erzählen Sie die Geschichte? 

Ich wollte den Fokus nicht allein auf die Eidesverweigerung und den daraus resultierenden Tod legen. Die Botschaft kann ja nicht sein: „Ihr müsst alle euer Leben für den Glauben opfern!“ Sondern: Wie ist es mit Themen von Aufrichtigkeit? Konsequent seinen Weg gehen?
Vor dem Hintergrund habe ich nach einer spannenden Rahmenhandlung gesucht und gefunden: Nach dem Krieg kamen nämlich Ostern 1946 die Gebeine Reinischs von Brandenburg nach Schönstatt. Der Pallottinerpater Schwan war sozusagen in „besonderer Mission“ unterwegs. In seinem Rucksack wollte er die Urne Reinischs von Berlin über die Interzonengrenze in den Westen bringen. Bei seiner Reise traf er in Magdeburg einen Jugendlichen, der sich nach Hamburg durchschlagen wollte – im Musical ist es statt des Jugendlichen ein junges Paar. Die drei kommen auf die „gefährliche Fracht“ zu sprechen: die Asche des Franz Reinisch, der den Fahneneid auf Hitler verweigert hatte und deswegen am 21. August 1942 in Brandenburg wegen Wehrkraftzersetzung hingerichtet worden war. Während der abenteuerlichen Reise im Zug und auf nächtlicher Straße enthüllt sich in Erzählungen und Rückblenden, Stück für Stück, die spannende Lebensgeschichte dieses Franz Reinisch: Seine turbulente Jugendzeit in Innsbruck, die Suche nach seiner Berufung, die Priesterweihe, der Eintritt bei den Pallottinern, die Begegnung mit Schönstatt, sein Protest gegen die Naziherrschaft und das Mitläufertum, der sich zuspitzende Konflikt mit der Obrigkeit bis zu seiner Lebenshingabe.

Es ging Ihnen also vor allem darum, Franz Reinisch als Mensch zu zeigen?

Ja, es soll die ganze Geschichte erzählt werden: sein ungestümer Charakter, ein Draufgänger,  „Hinein ins Leben!“ Dann der Schock angesichts des Rotlichtmilieus in der Hafenstadt Kiel. Er wollte den Menschen Orientierung geben, das war sein innerer Antrieb Priester zu werden: Seelen für Christus gewinnen. Zugleich wird aber sein Ringen mit der eigenen Berufung erzählt, als er etwa im Noviziat das Rauchverbot und die strengen Regeln nicht aushielt und türmen wollte.

Sein Lebens verlief also gar nicht so geradlinig?

Nein, und er war auch ein schwieriger Charakter, hatte seine Ecken und Kanten und wurde öfter versetzt oder suchte nach kurzer Zeit neue Aufgaben. Und trotzdem war er ein moderner, authentischer, unbequemer Prophet, der sich nur Gott und seinem Gewissen verpflichtet fühlte. Wobei es mir wichtig war, Franz Reinisch nicht auf die Gewissensfrage zu reduzieren, sondern seine Lebensgeschichte möglichst authentisch „rüberzubringen“. Wie war er? Was hat ihn bewegt? Was hat ihn in seiner inneren Größe, aber auch mit seinen Grenzen und Schwachstellen ausgemacht? Wie hat sich alles entwickelt? Ich will Reinischs Leben möglichst authentisch auf die Bühne bringen und das als Anfrage verstanden wissen.

Welche Anfragen kamen bei der intensiven Beschäftigung mit diesem Menschen für Sie persönlich auf?

Genau das war meine durchgängige Perspektive: Was hat das mit mir zu tun? Was hat das mit uns zu tun? Das Musical soll ja nicht nur ein frommes Bühnenwerk sein: unterhaltsam, anspruchsvoll und durchdacht, vor allem eine „gefährliche Erinnerung“, ein Appell an Aufrichtigkeit und „aufrechten Gang“, für eine Welt mit Lebensrecht für alle.
Ich habe gemerkt: Da geht es nicht nur um eine interessante Lebensgeschichte von damals – „Es war einmal …“ –, nein, da geht es um mich, um uns! Die Lebensgeschichte von Franz Reinisch ist eine Folie, auf der ich mein Leben, auf der wir unser Leben lesen können. Die „Welt“ von Franz Reinisch und unsere „Welt“ begegnen sich.

Inwiefern? Wir leben ja in ganz anderen Zeiten. Was hat uns Ihrer Meinung nach Reinisch und seine Geschichte heute zu sagen?

Soweit ich Reinisch verstanden habe, hat er gesagt: „Das ist mein Weg.“ Er hat auch nicht andere kritisiert, die den Eid auf Hitler geleistet haben. Heute stehen wir vor anderen Herausforderungen, aber man kann aus seiner Haltung vieles lernen. Es gibt einen Unterschied zwischen „existieren“ und „leben“. Ich kann meine Existenz retten, aber ich kann mein Leben verlieren, wenn ich meine Überzeugungen über den Haufen werfe. Und wo ist der Punkt, wo ich mich selbst verrate? Auch in der heutigen Zeit: Wo bin ich bereit, faule Kompromisse einzugehen und ab wann fange ich an, doch Dinge beim Namen zu nennen? Formen der Beeinflussung und Populismus – wenn auch in anderer Form – gibt es heute auch. Die Methoden mögen sich unterscheiden, aber die Ziele sind die gleichen: Man versucht Menschen an der Nase herumzuführen und für irgendwelche Zwecke zu missbrauchen.
Aber das Musical beinhaltet noch mehr Anfragen. Etwa die Frage nach der Berufung. Was geht da innerlich vor? Das ist ein Gedanke, der für viele Leute in unserer Gesellschaft total weit weg ist. Es stellt auch die wichtige Frage, wie es sich überhaupt mit unserem Leben verhält. Sind wir Existentialisten und leben sozusagen „auf eigene Rechnung“? Oder gibt es einen Gott, und wenn er existiert, was hat er mit meinem Leben zu tun? Und gibt es dann so etwas wie eine Berufung? Das ist eine andere Perspektive: Nicht nur „säkular“ zu schauen, wo liegen meine Begabungen, sondern auch als gläubiger Mensch zu fragen: Was will Gott von mir? Was ist meine Antwort? Und woraus schöpfe ich die Kraft, meinen Weg zu gehen? Wie sensibel bin ich für meine innere Stimme, meine Seelenstimme? Welche Rolle spielt mein Gewissen? Wie steht es mit Freiheit und Selbstbestimmung? Was hat Glaube mit Politik und gesellschaftlichen Vorgängen und Entwicklungen zu tun? Wie ist es mit dem Gehorsam der weltlichen und kirchlichen Obrigkeit gegenüber? Was bedeuten „Nachfolge“, „Hingabe“, „Opfer“? Was ist unser Auftrag hier und heute?

Das Interview führte Fabian Wolf
Erschienen in: basis. Zeichen der Zeit deuten, 52, Jahrgang 2018, Heft 03 März,
Patris Verlag, Vallendar

Bildnachweis: Heinrich Brehm (Porträt Wilfried Röhrig), Bilder Musical: Timo Michael Keßler


Ein Abend nur für uns

MarriageWeek-Candlelight-Dinner in Borken und Münster

Maria Peitz. Bereits zum 11. Mal fand in der Diözese Münster im Rahmen der „Marriage-Week“ das Candlelight Dinner mit Mehrwert statt. In diesem Jahr wurde der Abend unter dem Thema: „Feuer und Flamme“ vom Team um Mechthild und Ulrich Wanschura, die die Impulse „servierten“, sowie Andrea und Andreas Mergler und Franz-Joseph und Maria Peitz vorbereitet und durchgeführt. Auch Schwester M. Anke Rechtien, Mitarbeiterin an der Zentrale der Schönstatt-Familienbewegung für die Diözese Münster, war an jedem Abend dabei.

Das Feuer der Liebe am Brennen halten

Insgesamt nahmen 42 Paare, von jung bis älter an drei Abenden am diesjährigen Candlelight Dinner mit Mehrwert teil: am Freitag und Samstag in der Schönstatt-Au in Borken 30 Paare und am Sonntag im Haus Mariengrund 12 Paare.
Schon beim Sektempfang wurde jedes Paar persönlich vom Team begrüßt und willkommen geheißen. Sie gaben zum Ausdruck, dass sie sich freuen, dass sie der Einladung gefolgt sind um in die eigene Beziehung zu investieren, ja um das Feuer Ihrer Liebe am Brennen zu halten.
Neue und alte Gesichter begrüßten sich erwartungsvoll im Foyer. Die Vorfreude auf den gemeinsamen, besonderen Abend war vielen Paaren anzumerken. Besonders bei den Paaren, die zum ersten Mal zu Gast waren, stieg die Spannung auf das was da kommt.
In Borken galt am Freitagabend ein besonderer Gruß einem Ehepaar in der Runde, das genau an diesem Tag den 40. Hochzeitstag, also die Rubinhochzeit feierte. Gleichzeitig war ein Geburtstagskind dabei, das in gemütlicher Atmosphäre den 50. feiern wollte. Das waren Gründe genug, gemeinsam mit einem Lied zu gratulieren: „Viel Glück und viel Segen ...“.

„Feuer und Flamme“

„Feuer und Flamme“: Was verbinden Sie mit diesen Worten? Welche Bilder tauchen in Ihrem Kopf auf? Ein prasselndes Lagerfeuer, draußen in der Natur? Ein knisternder Kamin, wohlige Wärme, Geborgenheit? Kerzenschein, romantische Stimmung? All das durften die Ehepaare an diesem Abend erleben, nachdem sie mit Ihrer Flamme an der Hand den Speisesaal betraten.
Dort nahm erst einmal jedes Paar seinen persönlichen Tisch unter die Lupe. „Die Flamme, die Kerze, die Karte, ja einfach alles auf das Thema abgestimmt, so eine begeisterte Teilnehmerin.“ Beim 1. Impuls, der mit der bekannten Bibelstelle der Emmausjünger anfing, wurde es inhaltlich konkret. „Erinnern Sie sich noch? Wie war es bei Ihnen? Wann brannte Ihnen das Herz? Kam Jesus hinzu und ging mit Ihnen?“
Gestärkt mit einer Suppe fragte sich jedes Paar beim 2. Impuls: „Sagen wir einander, was mich wärmt, was uns zum Leuchten bringt!“ Gerade, wenn wir uns ausgebrannt fühlen, stärkt es, wenn wir unserem Partner sagen: „Merci, dass es dich gibt!“

 

„Zusammen sind wir ein Feuer“

Nach dem Hauptgang kam mit dem Lied: „Zusammen sind wir ein Feuer“ Stimmung in den Saal und jedes Paar war gefragt, gemeinsam zu überlegen: „Wofür brennen wir? Was können wir teilen, was Gott uns an jedem Tag schenkt?“ Nicht nur das Inhalts-Team, sondern auch das Küchenpersonal stieg voll auf das Thema ein und entfachte eine Flamme beim Nachtisch. Nach dem Dessert ging es gemeinsam ins Schönstatt-Heiligtum des Zentrums, wo jedes Paar seine Beziehung noch einmal bewusst Gott ans Herz legen konnte.

Viele positive Echos

Bei der Verabschiedung konnte das Team viele positive Echos aufnehmen. „Schon, lange haben wir nicht mehr so intensiv und in aller Ruhe über unsere Beziehung gesprochen.“ „Da haben uns unsere Kinder aber etwas tolles geschenkt. Hier passt ja alles: die Dekoration, das Essen und die Anregungen zum Gespräch.“ „Ein dickes Danke an das ganze Team. Die wundervolle Hintergrundmusik während des Paargespräches, die guten Impulse und der ganze Rahmen, einfach toll.“ „Danke für die herzliche Atmosphäre von Anfang bis Ende. Bitte nennen Sie uns rechtzeitig den Termin für nächstes Jahr.“
So wie die Teilnehmer freut sich auch das Team über die gelungenen 3 Abende und ist im Kopf schon beim Candlelight Dinner 2020. Die ersten Ideen gibt es schon. Denn besonders in diesem Jahr als „Apostel“ gerufen zu sein und für Ehe und Familie sich zu engagieren, das ist Herzensanliegen des Teams.

 

 


Aufrechten Gang gibt es nicht zum Nulltarif

GEFÄHRLICH Franz Reinisch
Musical über einen Aufrechten
von Wilfried Röhrig

Am 30. März 2019 um 19:00 Uhr kommt in der Stadthalle Vennehof mit dem Musical „Gefährlich Franz Reinisch“, 2,5 Stunden, ein Stoff auf die Bühne, der aktueller denn je ist. Vor mehr als 75 Jahren starb Franz Reinisch auf dem Schafott, weil er den Fahneneid auf Hitler verweigerte. Ein Blick in unsere heutige Welt mit ihren populistischen, propagandistischen und nationalistischen Tendenzen zeigt die Aktualität dieses Musicals, welches nicht nur ein frommes Bühnenwerk, unterhaltsam, anspruchsvoll und bis in die Tiefen durchdacht ist, sondern zugleich eine „gefährliche Erinnerung“, ein Appell an Aufrichtigkeit und „aufrechten Gang“, für eine Welt mit Lebensrecht für alle. Bereits 2015 konnte das Musical „Auf dem Hochseil“, ebenfalls von Wilfried Röhrig, im Vennehof aufgeführt werden. In diesem neuen Musical bildet den Rahmen des Geschehens die wahre Begebenheit des heimlichen Transports der Asche Reinischs aus der sowjetisch besetzten Zone nach Schönstatt, den Ort, der Reinischs Spiritualität entscheidend prägte. Die große Stärke des Reinisch-Musicals zeigt sich in den musikalisch wie szenisch verdichteten 23 Liedern. Immer schwingt zwischen den Zeilen die Frage mit: Was hätte der Zuhörer an Reinischs Stelle getan?
Die Schönstatt-Bewegung der Diözese Münster freut sich, dieses Musical, zu dem 40 Akteure zählen, jetzt in den Nord-Westen Deutschlands holen zu können. Bereits an fünf anderen Orten wie z.B. Bad Kissingen, Hall in Tirol und Schönstatt wurde es aufgeführt.

Karten im Vorverkauf:
Religiöse Kunst und Buchhandlung, Kapellenstr. 60; 02861/923 280
Musikhaus Senft, 02861/2523
BZ Ticket Center, 02861/944110

Weitere Informationen unter: 02861/ 923 0

Bildnachweis: Timp Keßler

 


Mehr Fotos

zu den "10 Minuten an der Krippe" unter: https://schoenstatt-au.de/aktuelles/fotoalbum/51
Wir danken Maria Huvers, Borken und Andreas Mäsing, Borken ganz herzlich für die schönen Fotos!

 

 

 

 


"Da wo die Engel und Sterne sind ..."

Nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern von Bonn, Bochum, Duisburg oder Dinslaken  kamen die insgesamt 2741 großen und kleinen Krippenbesucher in die Schönstatt-Au, um vom 27. Dezember bis zum 6. Januar einfach noch einmal Weihnachten zu feiern. „Oma, gehen wir wieder dahin, wo die Engel und die Sterne sind?“ Mit diesem Satz kommt Frau L. ins Haus, während ihre Enkeltochter zielsicher Richtung Kirchentreppe steuert. „Wir sind zum dritten Mal in dieser Weihnachtszeit da“, sagt eine junge Mutter, die eine Freundin mitgebracht hat. Diese ist so begeistert, dass sie am Ende der Veranstaltung fragt, ob sie im nächsten Jahr mithelfen kann. Die Veranstaltung wäre nicht möglich ohne die vielen Menschen, die dazu beitragen, dass diese „10 Minuten“ für so viele ein echtes Weihnachtserlebnis werden. „Ich mach das so gerne“, meint Frau W., die an acht Tagen zum Helfen kommt.

Dass bei dieser Veranstaltung mehr passiert als ein bisschen Liedersingen und gemeinsam Beten, ist überall spürbar: Von der Frage eines Kindes, ob das Christkind da vorne nicht frieren würde, bis hin zur kleinen Maria, die liebevoll das Kind in der Krippe streichelt. „Das war heute eine Überraschung für die alten Menschen“, sagt ein Betreuer, der mit noch ein paar Bewohnern vom Seniorenzentrum Langenkamp einen Ausflug macht. Stellvertretend für viele soll das Echo von Frau R. stehen, die am Ende schrieb: „Dieses Weihnachtssingen hat nicht nur die Kinder, sondern auch mich stark beeindruckt. Ihr Schwestern macht damit ein tolles Apostolat. Es ist ja nicht nur das Singen, sondern auch die ganze religiöse Atmosphäre, die man spürt. Luisa ist stark beeindruckt, sie findet heute gar nicht in den Schlaf … Irgendwann hat sie sich eine kleine weiße Decke um den Kopf gewickelt, hat ihren Teddy in ein kleines Kissen gepackt, in den Arm genommen und so die Szene aus der Kirche nachgespielt. Es beschäftigt sie sehr, was sie heute erlebt hat. Danke für alles.“

 

 


„Da geht einem das Herz auf“

(Echo einer Besucherin nach der Veranstaltung der „10 Minuten an der Krippe“)

2741 große und kleine Besucher in 9 Tagen.
Wir danken allen Helfern, die durch ihre Mitwirkung die „10 Minuten an der Krippe“ ermöglichten.

Bildnachweis: Andreas Mäsing, Borken






 


Besinnung in Vollendung

Konzert "Zwischen den Jahren"

von Christa Niermann

BORKEN. Ein wundervoll emotionales, nachweihnachtliches Konzert haben mehr als 330 Zuhörer in der vollbesetzten Verkündigungskirche der Schönstatt-Au in Borken am Samstagabend erlebt. Für das besondere Weihnachtskonzert unter dem Titel „Zwischen den Jahren“ hatte Musikdirektor Robert Kemper bekannte und auch neue Weihnachtslieder ausgewählt.
Der Kammerchor „Collegium Canticum Borken“, eine Borkener Bläsergruppe (Einstudierung: Heiner Niehaves) sowie Thomas Weddeling (Solo-Trompete) und Kirchenmusiker Christian Bohn, der die Orgel spielte, gestalteten wie seit Jahren zuvor das Konzert. Meditative Texte bereicherten das vielfältige Programm.

Die 18 Sänger des Kammerchores begeisterten die Zuhörer stimmgewaltig und stilsicher. Da sprang der Funke auf die Gäste über und diese sangen beispielsweise bei den Weihnachtsliedern „Es ist ein Ros‘ entsprungen“, „Zu Bethlehem geboren“ und ganz besonders bei „Stille Nacht“ begeistert mit. Bei dem Stück „Der kleine Trommler“ wurde der Chor eindrucksvoll begleitet von dem 13-jährigen Gemener Musiker Tom Boldrick, der die Trommel spielte. Ebenso herausragend das Trompetensolo bei „Hark! The Herald Angels Sing“.

Einmal mehr bewies Robert Kemper sein großes Engagement und seine große Professionalität mit diesem außergewöhnlichen Konzert. Die schöne Kulisse in der Schönstatt-Au an diesem Abend gab dem weihnachtlichen Konzert eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre. Das faszinierte Publikum bedankte sich mit strahlenden Augen bei den Sängern und Musikern mit lang anhaltendem Applaus.

Bildnachweis: Christa Niermann

 


 

DIE Geschenkidee

Suchen Sie noch ein passendes Geschenk zu Weihnachten?
Wie wär’s mit einem Gutschein zum Candlelight Dinner in der Schönstatt-Au im Februar 2019?
Nähere Informationen unter 02861/ 923 270 oder unter der Rubrik „Angebote“

Bildnachweis: www.pixabay.com

 

 

 


Abenteuer Ehe – wir trauen uns

Ein Angebot der Schönstatt-Familienbewegung

Sie bereiten Ihre Ehe vor - wir unterstützen Sie mit einem Ehevorbereitungsseminar intensiv.
Das Seminar ist eine 6-Wochen-Intensivzeit mit folgenden Elementen:
Ein Seminarabend pro Woche mit Vortrag (Tipps und Anregungen aus der Praxis), Paargespräch, Gebet
Die Tage zwischen den Treffen als Chance für jedes Paar, miteinander am Profil der zukünftigen Ehe zu arbeiten
Mehr Infos unter Rubrik "Angebote"

 


Die Krippe steht!

Weihnachten kann bald kommen. Wir danken unserem mittlerweile bewährten „Krippenaufbau-Team“ im Namen aller Krippenbesucher, vor allem der vielen Kinder.

 

 

 

 

 


Wir gratulieren

dem künftigen Bischof von Fulda, Dr. Michael Gerber, ganz herzlich!

Mehr Fotos unter: https://schoenstatt-au.de/aktuelles/fotogalerie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Es lohnt sich!
Verschenken Sie zu Weihnachten Eintrittskarten für das Musical
GEFÄHRLICH Franz Reinisch
Musical über einen Aufrechten

von Wilfried Rörhig (mehr Infos unter "Angebote")
https://www.youtube.com/watch?v=oGvkh2VVmhw&list=PLfmQQH_hzQ6dfckzmF_z8D1bJk0dX4qDR
Video- und Bilnachweis: Timo Michael Keßler

 

 

 

 

 

 


Das neue Jahresprogramm ist da!

Das neue Jahresprogramm der Schönstatt-Au sowie der Schönstatt-Bewegung Mädchen/Junge Frauen finden Sie unter:
https://schoenstatt-au.de/termine/jahreskalender

 

 

 

 

 

 


Die Biker-Freunde der Schönstatt-Au haben eingeladen

Eine Wiederholung wird es sicher geben

 

 

 

 

Mehr Fotos unter: https://schoenstatt-au.de/aktuelles/fotoalbum/49

 

 

 

 

 


Die Pilgeretappe Borken-Bocholt ist eröffnet!

 

 

 

Mehr Fotos unter:https://schoenstatt-au.de/aktuelles/fotoalbum/48

 

 

 

 

 


Dilexit ecclesiam – Er liebte die Kirche

Festliches Pontifikalamt zum 50. Todestag von Pater Josef Kentenich
Schönstatt-Au, Borken, 16. September 2018

Bericht von Schw. Mariett Heuking

„Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass und wie ein 50. Todestag gefeiert werden könnte“, meint Monika H. „Und dann habe ich ein so wunderschönes Fest erlebt, dass ich nur staunen und das alles noch gar nicht fassen kann…“ Was eine der ehrenamtlichen Helferinnen so zum Ausdruck bringt, ist die schier einhellige Resonanz der über 300 Personen, die zur Feier gekommen sind. Was sie erleben, ist das Eintauchen in die Gnade einer bewegenden Jubiläumsstunde:

Festliche Klänge von Trompete und Orgel begleiten Weihbischof Dr. Gerber mit den Konzelebranten, eine große Messdienerschar und die Banner der Schönstattbewegung beim Einzug in die Verkündigungskirche. Chor und Festgemeinde stimmen an, was in dieser Stunde die Herzen erfüllt: „Danket dem Herrn, der Großes getan …“

Ja, wir danken Gott für das Geschenk, das er unserer Zeit in Pater Kentenich, dem Gründer des internationalen Schönstattwerkes, bereitet hat. Dabei richtet sich der Blick auf die ermutigende Erfahrung seit 50 Jahren: Er lebt weiter, in einer neuen Weise. Er wirkt weiter, von der Ewigkeit her. An ihm bestätigt sich erneut, was der hl. Hieronymus sagt: Wer heimgeht zu Gott, bleibt in der Familie. Der Gründer Schönstatts ist heimgegangen in die Ewigkeit, und zugleich in einer neuen Weise bei seiner Schönstattfamilie geblieben.

In einer beeindruckenden Predigt greift Weihbischof Dr. Gerber das Wort auf, das Pater Kentenich selbst als Grabinschrift wählte: Dilexit ecclesiam – Er liebte die Kirche! Auch schmerzliche Prüfungen, die ihm um seiner Sendung willen auferlegt waren, konnten seine Liebe und Treue zur Kirche nicht schmälern. „Wo ist seine Gründung heute gefordert, ihn und sein Handeln zu vergegenwärtigen?“ fragt der Weihbischof und legt dar: „Pater Kentenich … fordert uns jetzt, heute heraus, das zu tun – was er Zeit seines Lebens hauptsächlich getan hat: (…) helfen, dass die Dynamik der Liebe zur zentralen Grundkraft menschlichen Denkens, Fühlens und Handelns wird.“ Lernen wir von ihm, im Anderen nie nur den Adressat von etwas zu sehen, sondern den Träger oder die Trägerin einer schon vorhandenen göttlichen Liebe. Lassen wir uns von Pater Kentenich anleiten zum wachen Beobachten, vorurteilsfreien Vergleichen „in einer Zeit, in der schnell über alles und jeden geurteilt wird“ …  Liebe, Ehrfurcht vor dem Geheimnis, vor dem „Mehr“, das der Andere immer für mich ist.  Aus dieser Haltung heraus hat Pater Kentenich gelebt bis in die Stunden seines Todes. Haben wir den Mut, uns in diesem Sinne auf seine Fährte zu begeben.
Bei den Fürbitten tragen Vertreter der regionalen Schönstattfamilie ein sprechendes Symbol zum Altar: ein Bild von der Gründerkapelle in der Anbetungskirche auf Berg Schönstatt; die Schrift: Dilexit ecclesiam; weiße Nelken und Lilien als Zeichen für den Blütenteppich an der Sterbestelle von P. Kentenich; eine Lichtampel; ein Buch, in das viele Menschen ihre Anliegen wie auch ihren Dank Pater Kentenich anvertrauen.

Der Projektchor, der sich kurzfristig und eigens zu diesem Festgottesdienst bilden konnte, vereint Sängerinnen aus verschiedenen Borkener Chören und einige Marienschwestern. „Der wunderbare Chorgesang“ - in Texten und Melodien ganz auf diesen Anlass zugeschnitten -  „geht zu Herzen und prägt die Festfeier wesentlich mit“, meint eine Frau. Und ihr Ehemann ergänzt: „Und Trompete und Orgel, meisterhaft gespielt – ein herrlicher Zusammenklang.“ So wird „die positive Ausstrahlung des Weihbischofs noch verstärkt und unterstützt durch all die festliche und zugleich frohe und frohmachende Atmosphäre rundum“, wie eine weitere Mitfeiernde zum Ausdruck bringt.

Vor dem Schlusssegen werden alle eingeladen, die originalgetreue Nachbildung des Sterbe- und Ruheortes von Pater Kentenich, unsere Gründerbegegnungsstätte, zu besuchen. Auch hier wird erfahrbar: Immer hat er ein offenes Ohr und ein weites Herz für alle, die zu ihm kommen, für alle, die seine Fürsprache erbitten. Wir danken ihm und sprechen das Gebet zum „Kentenich-Jahr“. Der Weihbischof segnet kleine Lichter, auf denen in verschiedenen Sprachen geschrieben steht: Ich gehe mit! Es ist die Zusage des Gründers, unseren Weg mitzugehen. Es ist zugleich unsere Bereitschaft, seine Sendung im Heute zu leben.
Nach dem feierlichen Schlusssegen münden  Freude und unser Dank ein in das große Te deum der Kirche: „Großer Gott, wir loben dich …“ Die Mitfeiernden folgen der Einladung zu einer Begegnung mit Pater Kentenich in der Gründergedächtnisstätte.

Während die einen noch in der Kirche verweilen, finden sich die anderen schon zum frohen Miteinander ein. Wie unserem Gründer herzliche Gastfreundschaft immer wichtig war, haben Mitglieder und Freunde der Schönstattfamilie aus dem Borkener und Bocholter Raum zusammen mit den Schwestern für alles gesorgt: gedeckte Tische, selbstgebackene Kuchen, Kaffee und Getränke nach Wunsch und nicht zuletzt liebevolle Bedienung an allen Ständen. Überall sieht man strahlende Gesichter, Staunen und dankbar-frohe Resonanz: Dass so viele gekommen sind … die schöne Gastfreundschaft … dass sich so viele ehrenamtlich engagieren … das „Bilderbuchwetter“ … die großartige Feier und Vieles mehr. „Wie? Das brauchen wir nicht zu bezahlen?“ staunt ein Familienvater, als seine Kinder ihm mit Kuchen entgegenkommen … Nein – an diesem Sonntagnachmittag, der in besonderer Weise dem Vater und Gründer der Schönstattfamilie gewidmet ist, sind alle seine Gäste, seine Familie – Cor unum in Patre! (Ein Herz im Vater)
Durch diese Erfahrung, so das Echo von Weihbischof Gerber nach seiner Heimkehr nach Freiburg,  sei auch „Familie des Vaters“ gewachsen. Auch uns allen bleibt nur, von ganzem Herzen zu danken: zumeist und zuerst Gott und der Gottesmutter und auch den vielen Helferinnen und Helfern, die „dieses wunderschöne Fest“ mitgestaltet haben.

Die Predigt von Weihbischof Dr. Michael Gerber ist auf Anfrage zu erhalten.
Mehr Bilder unter: https://schoenstatt-au.de/aktuelles/fotoalbum/47
Ein Dank an Klaus Unland (Medien in Form) für die Fotos.

 

 


 

Authentisches Christsein, das sich den Gegenwartsfragen stellt

Interview mit Weihbischof Dr. Michael Gerber

Aus Anlass des 50. Todestages von Pater Josef Kentenich, dem Gründer der internationalen Schönstattbewegung, wird Weihbischof Dr. Michael Gerber, Diözese Freiburg, am Sonntag, 16.09.2018 in der Schönstatt-Au Borken einen festlichen Gottesdienst feiern.
Die Schönstätter Marienschwestern sprachen mit Weihbischof Gerber über Pater Josef Kentenich.

Herr Weihbischof Gerber, seit Ihrer Jugend engagieren Sie sich in der Schönstattbewegung und gehören seit Ihrem Studium zur internationalen Priestergemeinschaft, Schönstatt-Institut Diözesanpriester. Sie selbst sind erst nach dem Todesjahr Pater Kentenichs geboren. Welche Bedeutung hat dieses Gedenken heute für Sie?

50 Jahre nach dem Tod von Pater Kentenich hat definitiv die Generation Verantwortung übernommen, die den Gründer nicht mehr persönlich erlebt hat. Zugleich sind wir zeitgeschichtlich in einer völlig anderen Epoche als noch 1968. Damit stellt sich neu die Frage, wie geht das Leben einer Bewegung authentisch weiter und wie ist zugleich das, was die Bewegung tut, tatsächlich ein relevanter Beitrag für Fragen der Gegenwart?

Wenn Sie an das Leben und Wirken des Gründers denken, wie hat es Sie geprägt und was ist der stärkste Eindruck für Sie?
Ich gehöre auch zu denen, die Pater Kentenich nicht mehr persönlich erlebt haben, aber mich beeindruckt die Wirkung dessen, was er angestoßen hat. So bin ich seit gut 35 Jahren in der Jugendarbeit der Schönstattbewegung engagiert. Mich fasziniert weiterhin, welche Persönlichkeiten in diesem Kontext heranreifen, die auch gegenwärtig sehr viel Verantwortung in Gesellschaft und Kirche übernehmen.

Welche Botschaft hat Ihrer Meinung nach die Person Pater Kentenichs für den Menschen in der Welt von heute?
Unsere Gesellschaft heute ist in einem bislang ungekannten Maße globalisiert. Menschen sind herausgefordert, immer wieder neu Entscheidungen zu treffen, sich mit unterschiedlichsten Weltanschauungen auseinander zu setzen, sich dazu zu positionieren. Als Kirche stehen wir vor der Herausforderung, authentische Wege des Christseins zu gehen, welche diese Gesellschaft und die durch sie geprägten Persönlichkeiten ernst nimmt. Pater Kentenich zeigt pädagogische und spirituelle Wege auf, wie Menschen zu eigenständigen, authentischen Persönlichkeiten werden, die selbstständig und selbsttätig (zwei typische Kentenich-Worte) Entscheidungen treffen.

Was erhoffen Sie sich vom Kentenich-Gedenkjahr für Kirche und Gesellschaft?
Pater Kentenich hat sich der jeweiligen gesellschaftlichen Realität gestellt. Bereits vor der „Machtergreifung“ 1933 hat er u.a. dem damaligen Bischof von Münster deutlich gesagt, dass es keine Zusammenarbeit mit dem Nationalsozialismus geben kann. Später hat er die Konfrontation nicht gescheut und diese mit jahrelanger Lagerhaft bezahlt. Er hat Menschen ermutigt, sich den  Gegenwartsfragen zu stellen, sich nicht zurück zu ziehen, sondern nach Antworten zu suchen, die der Komplexität dieser Fragen gerecht werden. Genau das braucht es heute, angesichts der großen Verunsicherung, die um sich greift. Pater Kentenich wusste sich bei diesen Herausforderungen getragen von einem tiefen Glauben.

Welches Wort Ihres Gründers würden Sie uns heute gerne mit auf unseren Weg geben?
Liebende sind Menschen, die niemals von ihrer Liebe lassen.

 

 


 

Höhepunkte des Kentenich-Jahres
in der Schönstatt-Au in Borken und in Schönstatt / Vallendar

Mit einer Pilgerfahrt nach Schönstatt zum Grab des Gründers der Schönstattbewegung und einem Pontifikalamt in der Verkündigungskirche mit Weihbischof Dr. Michael Gerber, Freiburg, begeht die Schönstatt-Au den Höhepunkt des Kentenich-Jahres.

Mehr Infos unter der Rubrik Angebote.

 

 


Kfd St. Remigius in Schönstatt

Auf dem Rückweg von Speyer kam die Kfd St. Remigius, Borken, über Schönstatt. In einem Bericht (auf der Homepage der Propsteigemeinde St. Remigius) über diese Fahrt heißt es:

„Auf der Rückfahrt gab es noch einen Zwischenstopp in Schönstatt, Vallendar am Rhein. Die Borkener Beziehung zur Schönstattbewegung wurde besonders deutlich beim Besuch am Ursprungsort in Schönstatt, wo die Borkener Wallfahrtsleiterin Sr. M. Hanna-Lucia die Gruppe begrüßte und den Nachmittag für die Frauen gestaltete.“

Liebe Kfd, wir freuen uns, dass Sie in Schönstatt waren!

 

 


Ein starkes Zeichen für ein christliches Europa

15. August 2018, Fest Aufnahme Mariens in den Himmel, mitten in den Ferien, mitten in der Woche. Je nachdem, unter welchem Blickwinkel man diese Tatsachen betrachtet, sprechen sie für oder gegen ein Fest der Begegnung, mit dem man viele Menschen erreichen möchte. Doch auch in diesem Jahr ist dieses Fest, das nun zum sechsten Mal am 15. August stattfindet, ein voller Erfolg. Die Teilnahme von über 600 Menschen spricht für sich.

„Startet der Pilgerweg hier in der Kirche?“ fragt ein Mann aus Minden, der in Raesfeld zu Besuch ist. Weihbischof Matthias König aus Paderborn, der von Kanonikus Dr. Oliver Rothe beim Gnadenbild der Mutter vom Guten Rat herzlich willkommen geheißen wird, geht mit ca. 60 großen und kleinen Pilgern den Weg von der Johanneskirche zum Schönstatt-Heiligtum, quer durch Borken, betend und singend mit. Eine lange Autoschlange staut sich hinter den Pilgern, als diese auf der Zielgeraden in die Kapellenstraße einbiegen. „Wir haben von dem Fest heute in der Zeitung gelesen“, meint ein Ehepaar aus Bocholt „und da wir heute unseren 49. Hochzeitstag feiern, haben wir uns mit dem Fahrrad auf dem Weg gemacht.“

Mit dem Pontifikalamt um 14:30 Uhr beginnt der zweite Höhepunkt des Festes, der ganz im Zeichen Europas steht. Wer weiß heute noch, so Weihbischof König, dass der Sternenkranz auf der Europafahne von den Gründervätern damals bewusst ausgewählt wurde und den Sternenkranz der Gottesmutter Maria symbolisiert? Die Feier startet auf Grund des Kentenich-Jahres, das die internationale Schönstatt-Bewegung aktuell begeht, in der Gründergedächtnisstätte, einer Nachbildung des Sterbe- und Ruheortes des Gründers in Schönstatt. Ein großes Pilgerheiligtum, das in den letzten Jahren durch sämtliche Länder Europas gewandert ist, wird unter den Klängen der Europahymne, intoniert von Orgel und Trompete, feierlich hineingetragen. Weihbischof König bringt zu Beginn der Feier sein Erstaunen zum Ausdruck, dass sich an einem Tag unter der Woche so viele Menschen hier versammeln. Das sei ein starkes Zeichen. In Anspielung auf die Schrifttexte des Tages muntert Weihbischof Matthias König die Gläubigen auf, selber kleine Zeichen der Hoffnung für ihre Umgebung zu werden, wie Maria. Könnte man die Gnadenorte der Welt miteinander verbinden, so Matthias König, würde ein großes Netz entstehen, das unsere Welt vor dem Zerbrechen bewahrt.

Nach der Feier in der Kirche beginnt auf dem Vorplatz ein buntes Treiben. „Meine Kinder mussten zu Beginn unbedingt erst Kutsche fahren,“ meint eine Frau, deren Sprösslinge sich wie viele andere an Kutsche fahren, Hüpfburg und Kinderschminken erfreuen. Freiwillige Männer stellen zusätzliche Bänke und Tische auf, denn die Sitzplätze reichen nicht aus. „Man weiß, dass hier die Schönstatt-Au ist“, meint Frau B. „aber dass hier so viel los ist, hätte ich nicht gedacht.“ Ganz glücklich kommt eine Frau, die eine Kaffeemaschine, den Hauptgewinn der Tombola, gewonnen hat, aus dem Haus. Ihre Maschine war erst vor einigen Tagen kaputt gegangen. „Heute Morgen habe ich meine Uhr gesucht“, erzählt jemand, „und dabei habe ich den Weihnachtsbrief von der Schönstatt-Au gefunden. Ich bekomme schon jahrelang Post von hier. Da hab ich meinen Bekannten gefragt, ob Borken weit weg wäre und jetzt sind wir hier.“ Zwischendurch lockert eine professionelle Aufführung der Tanzgarde der Sporker Grenztröpfkes das bunte Treiben auf.
An einem lagen, zusammengestellten Tisch sitzen Senioren eines Altenheims. Sie haben an diesem Tag einen Ausflug nach hier gemacht. „Weil wir es zum Abendessen nicht mehr nach Hause schaffen, haben wir gedacht, wir essen hier“, meint eine Betreuerin. Ganz glücklich sind die alten Menschen, als der Weihbischof, der den ganzen Nachmittag mit Menschen im Gespräch ist, an ihren Tisch kommt. Glücklich ist auch eine Mutter, die nächste Woche ihr viertes Kind erwartet und vor dem Nachhausegehen im Schönstatt-Kapellchen ein Licht in dem Anliegen um eine gute Geburt anzündet. Immer wieder finden sich während des Tage Menschen in diesem Raum der Stille ein, um dort Maria zu begegnen.
Dieses Fest ist etwas Besonderes, es setzt eigene Akzente im Reigen der Feste, die im Münsterland in diesen Sommermonaten angeboten werden. Der Ausschnitt aus einer Mail, die nach dem Fest ankam, mag für viele Menschen sprechen: „Ich bin dankbar und bereichert heimgekehrt.“

Mehr Fotos finden Sie in der Bildergalerie.

 


Damit ein Traum Wirklichkeit wird – pilgern, feiern, sich begeistern

Am 15. August 2018 feiert die Schönstatt-Au das Fest der Begegnung, das mit einem Pilgerweg von der Mutter vom guten Rat in der Johanneskirche zum Schönstatt-Heiligtum beginnt. Auf die Straße gehen, weil wir gegen etwas sind? Nein! Ganz im Gegenteil – wir pilgern für etwas! Und nicht nur für etwas, sondern mehr noch: Wir pilgern, damit ein Traum Wirklichkeit wird; der Traum von einem „Europa, das fähig ist, sich die eigenen religiösen Wurzeln zunutze zu machen!“ (P. Franziskus)
Das Fest der Begegnung soll ein Fest für Europa werden. Ein Fest, das auf die christlichen Wurzeln und Werte Europas blickt. Ein Fest, das jene Frau feiert, die Europa erneut Christus schenken kann: die Gottesmutter Maria! (vgl. P. Kentenich)

Seit vielen Jahren wandert Maria im Zeichen eines großen Pilgerbildes durch die Länder Europas, um Türen und Herzen neu für Christus zu öffnen. Auf ihrer Pilgerreise vom Süden bis zum Norden, vom Westen bis hinein in den Osten Europas ist sie am Fest der Begegnung hier in der Schönstatt-Au mittendrin. Mit Maria feiern wir. Ihr legen wir unsere Sorge um Europa ans Herz. Auf ihre Fürbitte dürfen wir vertrauen und uns von neuer Glaubensfreude anstecken lassen. Alle, denen ein christliches Europa am Herzen liegt, Jung und Alt, Groß und Klein sind zur Mitfeier eingeladen und herzlich willkommen!
Damit der Traum von einer christlichen Zukunft Europas Wirklichkeit wird:

  • Pilgern mit Weihbischof Matthias König, Paderborn, vom Gnadenbild der Mutter vom Guten Rat zum Schönstattheiligtum
  • Beten und singen, danken und bitten beim Pontifikalamt mit festlicher Musik: Markus Wellermann, Trompete; Michael Borgmann, Orgel (Kinder sind eigens in die Gestaltung einbezogen!)
  • Begegnung, Austausch, frohes Beisammensein bei Kaffee, Kuchen und mehr
  • und für die Kids Highlights wie Kutschfahren, Kinderschminken, Hüpfburg, Auftritt einer Tanzgarde der Sporker Grenztröpfkes und mehr …

Es lohnt sich, den Nachmittag des 15. August 2018 freizuhalten für das Fest der Begegnung in der Schönstatt-Au.
Nähere Informationen, Tel: 02861 / 923 270

 

 

 

 

 


Hoch hinaus - mit Dir geht mehr

Vom 18. Juli bis 22. Juli 2018 erlebten 18 Mädchen aus der Region Borken zum Auftakt der Sommerferien,
zusammen mit ihren Gruppenleiterinnen, eine bunte Ferienwoche. Getreu ihrem Motto „Hoch hinaus“, ging es beim gemeinsamen Ausflug zum Rekener Aussichtsturm am Melchenberg.

 

 

 

 

 

 


Wegetappe ausgeschildert

Die Ausschilderung einer Wegetappe des Schönstatt-Pilgerweges von Endel bei Visbek, Kreis Cloppenburg, nach Schönstatt  hat begonnen. Heinrich Gehling (Stadtlohn) und Franz-Josef Hüls (Epe) haben sich auf den Weg gemacht. Die Etappe führt vom Schönstatt-Heiligtum in Borken über Rhede zum Schönstatt-Heiligtum in Bocholt-Biemenhorst. Am Samstag, den 29. September 2018, wird die Wegetappe offiziell eröffnet.
Die Schönstatt-Pilgerwege führen deutschlandweit zum Marienwallfahrtsort Schönstatt in Vallendar bei Koblenz am Rhein. Offiziell errichtete Schönstatt-Pilgerwege sind bis jetzt:
• SP1: Fulda – Vogelsberg – Weilburg – Hadamar – Montabaur – Schönstatt
• SP2: Maria Laach – Vordereifel – Koblenz – Schönstatt
• SP3: Bad Ems – Schönstatt
• SP4: Betzdorf – Marienstatt – Hachenburg – Westerwald – Schönstatt
• SP5: Trier – Mosel – Eifel – Wittlich – Mayen – Koblenz – Schönstatt
Mehr Infos unter: http://www.pilgerwege-schoenstatt.de

 


Gelungenes Rundumprogramm für Leib und Seele

Ein entspannter Sonntagnachmittag in der Schönstatt-Au

Stachelbeerbaiser-Torte ist am Sonntagnachmittag in der Schönstatt-Au der absolute Renner. Oder lieber Käse-Sahne-, Cappuccino-, oder Rottkäppchentorte? Die Geschmäcker sind verschieden. Was diese Torten jedoch alle gemeinsam haben ist, dass sie mit viele Liebe in der Küche der Schönstatt-Au kreiert wurden. Und diese Liebe schmeckt man. Schw. M. Gabrijela, die am Sonntagnachmittag ab 14:00 Uhr alle Hände voll zu tun hat, wenn 60 bis 100 Menschen in die Cafeteria kommen, kann dies bestätigen. Viele Menschen wissen davon gar nichts, wird immer wieder festgestellt.
Seit ein paar Wochen gibt es ein weiteres Angebot am Sonntagnachmittag. Um 15:00 Uhr laden die Schönstätter Marienschwestern zu einer Andacht von ca. 25 Minuten in die Verkündigungskirche ein. In einer Andacht wechseln Lieder und Gebete miteinander ab. Was ein gutes Stück Kuchen für den Gaumen, das sind Zeiten des Gebetes für die Seele. Cafeteria und Kirche – ein gelungenes Rundumprogramm für Leib und Seele.
Herzlich willkommen!

 


Das neue Bild sitzt


Die Gottesmutter erstrahlt in neuen Farben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Gedenkgottesdienst
für die verstorbenen Patienten im Dekanat Borken

Die Caritas Pflege & Gesundheit lädt einmal im Jahr zu einem Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Patienten des vergangenen Jahres ein. So auch im März 2018. Dieser Einladung folgten nun wieder viele Angehörige und auch Kollegeninnen und Kollegen der Caritas Pflege & Gesundheit. Die Gestaltung des Gottesdienstes übernahm ein Vorbereitungsteam der CPG.

293 Familien hatten im vergangenen Jahr einen lieben Angehörigen verloren haben. „Es  macht aber auch was mit uns Pflegekräften. Und genau aus diesem Grund ist es gut, sich noch einmal gemeinsam zu treffen", erklärt Bernhard Blicker, Pflegedienstleiter der Mobilen Pflege in Borken. Zusammen Gottesdienst zu feiern und danach bei einer Tasse Kaffee ins Gespräch zu kommen und sich miteinander an die Verstorbenen zu erinnern, ist sowohl für die Angehörigen als auch für die Mitarbeitenden eine ermutigende Erfahrung und ein Stück Trauer-Bewältigung.

 

 


Wenn plötzlich alle Türen aufgehen

Erste Motorradsegnung am Schönstatt-Zentrum in Borken

Mehr Fotos unter: http://schoenstatt-au.de/aktuelles/fotoalbum/44
Bildnachweis: H. Schroeder, MA Kalicki

„Mir ist heute jedes Wort tief in die Seele gefallen“, meint ein Biker und drückt damit sein inneres Erleben an diesem 1. Mai 2018 aus, an dem in der Schönstatt-Au die erste Motorradsegnung stattfand. „Ich wollte schon immer mal zur Motorradwallfahrt nach Kevelaer“, schmunzelt Herr S., ein Nachbar der Schönstatt-Au, die Kaffeetasse in der Hand, „jetzt hab ich die Motorradsegnung vor der Haustür.“

Eigentlich standen an diesem 1. Mai-Tag im wahrsten Sinne alle Zeichen auf „Sturm“, doch die vermeintlichen Prognosen der Wetter-Apps stimmten nur bedingt. Immer dann, wenn es trocken sein musste, war es das auch. Kein Wunder, der Himmel hatte für diese Veranstaltung sichtbar die Regie übernommen.

Mitte Februar 2018 fing alles ganz klein an. Eine Schwester brachte die Idee einer Motorradsegnung vom Schönstatt-Zentrum Trier mit nach Borken. Ein Mann, der vor drei Jahren an einem Seminar in der Schönstatt-Au teilgenommen hatte und selbst Biker ist, ließ sich darauf ein, und so begannen die Planungen - etwas schleppend und eigentlich schon zu spät. Doch plötzlich kam der Stein ins Rollen, die Gottesmutter machte die Veranstaltung zu ihrer Sache und mischte vom Schönstatt-Kapellchen aus kräftig mit. Einige Männer, darunter ein Fahrschullehrer, kamen in Kontakt mit dieser Idee und machten sie zu der ihrigen. Sie fanden Sponsoren für Warnwesten mit Spezialaufdruck, organisierten die Ausfahrt von 90 Kilometer, sprachen im örtlichen Radiosender und machten Werbung für die Veranstaltung – jeder auf seine Weise. Die Presse unterstützte uns im Vorfeld und schickte am 1. Mai von sich aus einen Redakteur.

Und dann kam der 1. Mai 2018, und das Wetter schien einen Strich durch die Rechnung zu machen. Aber dem war nicht so. „Ich hatte mich die ganze Zeit schon auf diesen Tag gefreut“, meinte ein junger Mann, der mit seinem Trike gekommen war, „da macht der Regen nichts aus“. Den andern 22 Bikern ging es ähnlich. So füllte sich der Vorplatz der Schönstatt-Au ab 10:00 Uhr mit den unterschiedlichsten Maschinen. Ein Biker drückte berührt aus: „Dass die Schwestern bei diesem Wetter unsere Maschinen angeschaut haben!“ Und nicht nur die Schwestern. Auch der emeritierte Erzbischof von Hamburg, Dr. Werner Thissen, der am Abend zuvor bereits den Marienmonat Mai in der Schönstatt-Au eröffnet hatte, ließ es sich nicht nehmen, die Motoräde